Co-Elternschaft und eine neue Beziehung

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Und auf einmal ist alles ganz anders.

Dass das Leben einen gerne mal hin und her wirft, das bin ich mittlerweile gewohnt. Dass ich dabei nicht immer der Gewinner bin, das habe ich früh gelernt. Dass aus abrupten Änderungen doch auch etwas Gutes entstehen kann, das erfahre ich seit ein paar Jahren. Co-Elternschaft als Notlösung wird zur Traumkonstellation: Co-Elternschaft mit einer neuen Beziehung. Dass ein harmloses Coffee-Date alles auf den Kopf stellen kann, das ist neu und wunderbar und kaum zu fassen und hat mich die letzten Monate so sprachlos gemacht, dass ich schon gefragt wurde, ob ich den Blog aufgegeben habe.

Was sich geändert hat?

ER ist jetzt da. Der, auf den ich so lange gewartet habe, den ich jahrelang herbeigesehnt habe. Ich habe gehofft, geweint, gewartet, gesucht, gewartet, aufgegeben und gewartet. Kennt sicher fast jede Frau. Und plötzlich, als alles gut war, als ich wirklich zufrieden war mit meinem Leben, eingerichtet in meiner kuscheligen Kleinkindwelt mit meiner Tochter, sie und ich gegen den Rest der Welt, da schubste ihn das Schicksal in meine Richtung. Und alles passte. Aus einem Kaffee wurde ein Mittagessen, aus 1000 Nachrichten wurde ein weiteres Treffen und aus einem halben Blinddate wurde Liebe auf den ersten Blick. Und obwohl die Geschichte wirklich romantisch und sehr erzählenswert ist, behalte ich sie lieber für mich. Sie ist mein Schatz. Jetzt habe ich eine Co-Elternschaft und eine neue Beziehung.

Warum ich trotzdem darüber schreibe?

Weil ich es so bemerkenswert finde, dass mir das passiert ist. Dass ich mich in sehr wenigen Jahren von einer nach einer Trennung wirklich sehr verzweifelten Frau Mitte 30 zu einer wirklich sehr glücklichen Mutter Ende 30 verwandelt habe. Weil ich wirklich Zeiten hatte, in denen ich nicht mehr daran geglaubt habe, dass ich jemanden finden werde, der mich lieben kann. Mich, so wie ich bin. Mit allem was dazu gehört.

Weil ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte und ich weiß, dass es so vielen Frauen genauso geht wie mir. Aber hauptsächlich weil ich in den letzten Jahren gelernt habe, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen, dass das Leben einem doch Geschenke machen kann, dass trotz all dem Scheiß, den man schon erlebt hat, der Gewinner immer wieder neu ausgelost wird. Weil ich gerne anderen Hoffnung machen würde. Und natürlich, weil ich so glücklich bin, dass ich es in die ganze Welt hinausschreien möchte.

Weil es Schicksal ist

Nimm dein Leben selbst in die Hand, übernimm die Verantwortung für das, was du willst und handele, dann wird sich alles von alleine fügen.

Jede beschissene Frauenzeitschrift, in jeder Ausgabe

Ja, ja, ja, was für ein Schwachsinn, habe ich auch jahrelang gedacht, während mein Leben so vor sich hindümpelte und ich einfach nicht weiterkam. Erst in dem Moment, als ich beschlossen habe, dass es jetzt reicht, dass ich jetzt selber entscheide, ab da ging es bergauf. Statt auf den Traumprinz zu warten, habe ich mir einen anderen Weg gesucht, wie ich mein Wunschkind bekommen kann. Ich habe mich vorbereitet, habe eine Entscheidung getroffen, die Co-Elternschaft gewählt und dann mein Ziel so lange verfolgt, bis ich es geschafft habe.

Allerdings habe ich Jahre für diese Entwicklung gebraucht, aber genau ab diesem Zeitpunkt lief es wie am Schnürchen. Sicher, ich hatte ziemlich viel Glück, das Schicksal hat es gut mit mir gemeint. Ich habe zufällig einen richtig guten Vater für mein Kind gefunden, ein ziemlich ungewöhnliches Familienkonzept für mich entdeckt, bin durch die Bechermethode sofort schwanger geworden, mein Blog läuft, meine Tochter ist wunderbar, ich bin gerne eine Working Mom. Und war auch ok damit, Single zu sein.

Und dann ist es passiert

Und nun habe ich meinen Traummann bekommen. Kurz kennengelernt haben wir uns vor ein paar Jahren. Wiedergefunden hat er mich über den Blog. Co-Elternschaft auf ZEITonline. ‚Die kenne ich doch‘, dachte er sich. Und hat sich gemeldet. Klingt mega ätzend und cheesy? Absolut. Und anfangs hatte ich wirklich Probleme damit, mich auf eine Partnerschaft einzustellen. Ich habe immer alles im Leben alleine gemacht, war für alles selbst verantwortlich, habe entschieden und gemacht, was ich wollte. Co-Elternschaft war eigentlich die perfekte Lösung für mich. Ich war nie jemandem Rechenschaft schuldig, hatte aber auch niemanden, auf den ich mich stützen konnte. Ein Wir kenne ich eigentlich nur mit meiner Tochter. Liebe bedeutete für mich hauptsächlich konstante Angst, dass es bald vorbei ist. Was es dann meistens auch schnell war. Co-Elternschaft und eine neue Beziehung ist die perfekteste Lösung für mich.

Co-Elternschaft und eine neue Beziehung-meine Traumkonstellation

Ich freue mich auf unser Wir, auf das gemeinsame Leben. Ich weiß, ich kann mich auf ihn verlassen, kann ihm trauen, kann mich trauen, genauso zu sein, wie ich bin. Er hält mich, nimmt mich und meine Fehler an, liebt mich und alles, was mich ausmacht. Auch mein Kind. Das zuzulassen ist nicht einfach für mich, aber er hilft mir mit bewundernswerter Gelassenheit über alle Zweifel hinweg. Manchmal auch ich ihm. Wir haben beide einen langen Weg hinter uns.

Vor 6 Jahren hätte es nicht funktioniert mit uns, heute sind wir beide an genau am richtigen Platz im Leben. Ob ich es bereue, nicht auf ihn gewartet zu haben? Es schade finde, dass meine Tochter nicht seine ist? Meine Entscheidungen hinterfrage? Nicht ein einziges Mal. Hätte ich nicht alles genau so gemacht, wie ich es getan habe, dann wäre ich nicht die, die ich heute bin. Und die bin ich wirklich gerne.

Und auf einmal ist alles anders

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Auf einmal passt alles und selbst die kleinsten Rädchen des großen Ganzen greifen reibungslos ineinander. Wir werden gerade ein Wir und ganz selbstverständlich gehören auch mein Kind und seine Kinder dazu. Unseren Papa kennt er schon, die beiden mögen sich und werden sicher Freunde. Co-Parenting hat eben den Vorteil, dass keine partnerschaftlichen Altlasten eine neue Beziehung belasten. Wie meine Kleine es so finden wird, das wird sich zeigen und ich werde darüber berichten. Noch lassen wir uns ein bisschen Zeit. Sicher wird es nicht immer einfach werden, aber ich freue mich auf die Herausforderungen. Challenge accepted!

4 Kommentare zu „Co-Elternschaft und eine neue Beziehung

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