#wib Weihnachtswoche in Bildern

Und schon sind die Feiertage wieder rum, fast zumindest, der Jahreswechsel steht uns noch bevor, wird aber so unspektakulär werden, wie er mit Kleinkind eben meistens ist. Ich bin sowieso noch nie ein Fan von Silvester gewesen, daher feiere ich auch dieses Jahr bei meinen Eltern, ruhig und entspannt und wahrscheinlich um 00:30 im Bett oder mit brüllendem Kind auf dem Arm wegen der Kracher.

Dafür war Weihnachten dieses Jahr wirklich richtig schön. Ich hatte mir zwar noch ein bisschen mehr Vorfreude und festliche Vorweihnachtszeit erwartet, aber dafür ist sie noch zu klein. Hoffentlich ab nächstem Jahr. Wir waren Weihnachten bei meinen Eltern, das ist Tradition bei uns, wir feiern nur im engsten Kreis, also Mama, Papa, Kind, Kind plus Partner und nun Kindeskinder. Daher war der Co-Vater für mich ein wirklicher Glücksgriff, denn seine Eltern sind irgendwas christlich-orthodoxes, genaues weiß ich gar nicht, aber sie feiern Weihnachten am 6. Januar! Und das ist ziemlich großartig, denn so wird es nie Streit oder Diskussionen geben, wer sie an Weihnachten bei sich hat. Traditionell geht Papa Weihnachten arbeiten, da gibt es für uns Flugbegleiter nette Sahnestückchen an Flügen. Ich finde die Lösung super, so bleibt der Platz an Heiligabend für meinen zukünftigen Partner (die Hoffnung stirbt zuletzt) und meine Kleine hat zweimal Weihnachten. Natürlich kann Papa an einem der Weihnachtsfeiertage zum Essen kommen, wenn er nicht arbeitet, aber ich finde die Aufteilung eigentlich ganz gut, so hat das Kind immer klare Verhältnisse und nie ein schlechtes Gefühl, weil mal Mama oder Papa nicht da ist. Wenn sie es anders haben möchte, wenn sie größer ist, dann müssen wir das eben neu zusammensetzen. Sollten dann noch neue Partner und weitere Kinder dazukommen, dann wird es sowieso bunt und anders. Aber bis dahin ist es so ziemlich gut.

Wir waren schon ab dem 22. bei meinen Eltern, zum Glück hat Opa uns abgeholt, minimalistisch reisen fällt mit Kind leider aus.

Gut, wir sind aber mit Pause auch 9 Tage dort, außerdem habe ich natürlich die Weihnachtsgeschenke dabei.

Als wir angekommen sind, ist der Baum schon da, wird bei uns aber immer erst an Heiligabend geschmückt, diesmal von meinem kleinen Neffen, der ist fast vier und war aufgeregt für 3, zuckersüß. Mittags waren trotz Begegnung mit dem Räuber Hotzenplotz alle im neuen Elternhaus versammelt und während wir einen kurzen Spaziergang gemacht haben, hat sich das Christkind ins Haus geschlichen und Geschenke verteilt.

Viele. Da strahlten die Kinderaugen. Bei meinem Kind allerdings erst, als alle ausgepackt hatten und die kleine Madame selig in einem Berg Geschenkpapier sitzen und nach Herzenslust wühlen durfte.

Ihre eigenen Geschenke waren erstmal nicht so spannend, es gab Bücher, eine Puppe von Oma und den Lauflernwagen von Papas Eltern. Den kannte sie schon und mag ihn sehr. Die Puppe ist seit 2 Tagen das Lieblingskuschel… ding und das Bauernhofbuch ist voll mit Traktoren, was will man mehr.

Super kam dann mein Geschenk für den Lieblingsneffen an. Dinos sind schwer angesagt im Moment.

Wie jedes Jahr gab es Fondue mit leckerem Rind und ganz vielen Soßen. Mein Favorit sind die kleinen Maiskolben aus dem Glas, meine Tochter liebt sie auch sehr, hach, das Kind hat doch was von mir. Stolz saß sie am Kopfende und hat das Essen dirigiert.

Um 20:00 waren die völlig überdrehten Kinder im Bett und da es sich mit Wasser einfach nicht so gemütlich sitzt wie mit Wein, war auch ich um Mitternacht fertig mit dem Tag. Eine weise Entscheidung, die mir immerhin wenige Stunden Schlaf beschert hat, die kleine Maus musste nämlich von 01:30-03:30 Eindrücke verarbeiten und mein Neffe ab 07:15 Geschenke bespielen.

Mein Bruder und seine Familie sind nach dem Frühstück weitergezogen zu den Verwandten meiner Schwägerin und wir haben zu viert die Tage vergammelt. Muss ja auch mal sein. GoT hat ja ziemlich viele Staffeln. Immerhin war zwischendrin mal Sonnenschein, sodass wir die neue Terrasse einweihen konnten, Traktoren sind ja im Moment der Renner beim Kind und Opa konnte groß auffahren, der Traktor ist noch aus unserern Kindertagen und wurde fleißig geschoben.

Wir haben sogar einen kleinen Ausflug ins Brandenburger Umland geschafft. Da gibt es ja ganz großartige Landschaften, hier der Oderbruch und gegenüber Polen

und ganz gruselige Fastgeisterstädte. Die hatte ich mir immer so hübsch ausgemalt: Oderberg, Chorin, Prenzlau, Landsberg, hier im Pberg heißen ganz viele Straßen nach diesen Orten.

Überall sieht man leere alte Häuser und Villen, die eigentlich wunderschön sein könnten. Schade. Da Madame neue Zähne bekommt und im Auto kaum schlafen wollte, hatten wir den Rest des Tages ein mauliges Motzmäuschen. Ich glaube, Opa macht nie wieder mit uns einen Ausflug.

Mittlerweile sind wir für ein paar Tage in Berlin um Papa zu besuchen, der kam nach einer Woche aus Johannesburg wieder und hat seine Kleine sehr vermisst. An Silvester fahren wir wieder aufs Land, ich habe keine Lust, alleine zu feiern, das ist mir dann doch zu deprimierend. Außerdem ist Silvester in Berlin wirklich kein Zuckerschlecken.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mehr Weihnachtswochenenden gibt es wie immer bei Susanne von geborgen-wachsen.de

Verfasst von

35, alleinstehend, mit Kinderwunsch. Da diese Kombination so ziemlich jeden Mann verschreckt, habe ich mich entschlossen, alleine ein Kind zu bekommen. Über diese Reise werde ich schreiben.

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