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Blog Co-Elternschaft

Erste Schritte Richtung Wunschkind

Bin ich wahnsinnig, das wirklich zu versuchen? Der Plan steht, die Angst vor der eigenen Courage auch. Hier beginnt meine Recherche zum Wunschkind allein.

Jennifer Sutholt
Jennifer Sutholt
Psychologische Beraterin & Mediatorin · in einer Co-Elternschaft seit 2016

Mein zweiter Artikel überhaupt! Ihr wisst noch nicht, wie alles begann? Hier geht’s zum Anfang: Wer bin ich? Und warum dieser Blog?

Online-Tagebuch planningmathilda

Hinweis

Dieser Artikel stammt aus meinem Online-Tagebuch, das ich ab 2016 während meiner Schwangerschaft in einer Co-Elternschaft und den ersten Jahren mit Kleinkind geschrieben habe. Heute begleite ich als psychologische Beraterin Menschen, die dieselben oder ähnliche Wege gehen. Wenn du Fragen zu Co-Elternschaft, privater Samenspende oder Solomutterschaft hast, buch dir gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch.

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Der Plan steht und ich habe erstmal tagelang Angst vor meiner eigenen Courage. Bin ich wahnsinnig, auch nur daran zu denken, so ein Projekt zu starten? Alleine ein Kind bekommen? Schafft man das überhaupt? Die Arbeit, die Verantwortung, der Schlafmangel. Freiwillig alleinerziehend quasi. Besser gesagt getrennt erziehend. Eine ganz schön große Entscheidung.

Alleine ein Kind bekommen

Erste vorsichtige Anmerkungen im Freundeskreis führen zu Heiterkeit und Unglauben. Wobei sich alle einig sind, dass ich eine gute Mutter wäre. Das sehe ich auch so. Ist ja auch Grundvoraussetzung. Oder auch nicht. Ich denke aber, ich kann das und meine beste Freundin mit Kind überlässt mir dieses vertrauensvoll. Basis stimmt also.

Meine anfangs skeptische Mutter beginnt sich ebenfalls für meinen Plan zu begeistern. Gut, sie ist auch ein wesentlicher Bestandteil. Denn es geht ja darum, sich gut um ein Kind zu kümmern und nicht darum, nur meine Wünsche und Lebenspläne auf Teufel komm raus durchzusetzen. Das ist leider das häufigste Vorurteil. „Mach doch lieber mal eine Therapie, bevor du aus Angst alleine zu sein ein Kind bekommst.“ Damit habe ich mich lange beschäftigt: geht es mir nur darum, nicht alleine zu sein? An irgendwelchen alten Ideen von meinem Leben festzuhalten? Das Gefühl zu haben, nicht gescheitert zu sein?

Therapie statt Baby?

Die ganz klare Antwort für mich ist Nein.

Ich liebe Kinder über alles, schon immer.

Ich vermisse mein Baby seit Jahren, obwohl ich es noch nicht kenne.

Ich möchte wahnsinnig gerne schwanger sein, erleben, wie sich der Körper verändert, erleben, wie sich ein neues Leben formt.

Ich möchte mich um jemanden kümmern, jemanden bedingungslos lieben.

Ich stelle es mir wunderbar vor, breiverschmiert eine volle Windel zu wechseln.

Ich weine an Weihnachten, wenn mein kleiner Neffe uns groß anschaut, weil wir für ihn Weihnachtslieder singen.

Ich möchte winzige Pullis stricken.

Ich möchte Stunden auf dem Spielplatz verbringen, Memory spielen, Pflaster aufkleben, trösten, staunen, krank vor Sorge sein.

Mehr Gedanken dazu findet ihr im Babyprojekt-Artikel. Auch wenn ich alleine bin, habe ich einem Kind viel zu bieten.

Ja, die Basis stimmt. Jetzt beginnt die Recherche.

Jennifer Sutholt

Jennifer Sutholt

Jennifer Sutholt ist psychologische Beraterin mit Schwerpunkt Co-Elternschaft, private Samenspende und alternative Familienmodelle. Sie lebt seit zehn Jahren selbst in einer Co-Elternschaft und begleitet Menschen seit acht Jahren auf dem Weg zu ihrem Wunschkind.

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