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Co-Elternschaft

Co-Elternschaft: alle Informationen zu diesem Familienmodell

Co-Elternschaft bedeutet: zwei oder mehr Menschen gründen gemeinsam eine Familie, ohne als Paar zusammen zu sein. Es ist ein bewusst gewähltes Familienmodell für Menschen mit Kinderwunsch, die nicht auf eine Partnerschaft warten möchten oder können. Dieses Informationsportal gibt dir alle Grundlagen für eine fundierte Entscheidung und gute Vorbereitung.

Jennifer Sutholt
Jennifer Sutholt
Psychologische Beraterin & Mediatorin · in einer Co-Elternschaft seit 2016

Was ist Co-Elternschaft?

Co-Elternschaft ist ein Familienmodell, bei dem zwei oder mehr Personen gemeinsam ein Kind bekommen und aufziehen, ohne als Paar zusammen zu sein. Die Eltern leben getrennt, teilen aber Verantwortung, Sorgerecht und oft auch Betreuungszeiten.

„Zwei oder mehr Menschen (egal welchen Geschlechts) entscheiden sich, zusammen eine Familie zu gründen, im Sinne von: gemeinsam Kinder zu haben. Dabei leben die Eltern aber nicht in einer gemeinsamen Paarbeziehung und sind einander nicht in höchstpersönlicher Liebe verbunden.“

Wimbauer, C., Co-Parenting und die Zukunft der Liebe, transcript Verlag, 2021, Seite 24
Informationsbroschüre Co-Elternschaft

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Wie bereite ich mich auf eine Co-Elternschaft vor?

Eine Co-Elternschaft steht und fällt mit der Vorbereitung. Je klarer die Vereinbarungen zu Finanzen, Sorgerecht, Wohnsituation und Werten vor der Zeugung sind, desto stabiler ist die Co-Elternschaft im Alltag.

Workbook Co-Elternschaft

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150 Seiten geführte Vorbereitung – von der Reflexion des Kinderwunsches bis zur schriftlichen Vereinbarung mit dem Co-Elternteil. Selbstständig, in deinem Tempo.

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Checkliste Co-Elternschaft

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Wie finde ich einen Co-Elternteil?

Die Suche nach einem Co-Elternteil ähnelt der Partnersuche – du suchst jemanden, mit dem du langfristig verantwortungsvoll zusammenarbeitest. Online-Plattformen sind der etablierte Einstieg im deutschsprachigen Raum.

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Zeugung: Die Bechermethode

Bei einer Co-Elternschaft mit privater Samenspende erfolgt die Zeugung häufig per Heiminsemination. Die Bechermethode ist die gängigste Methode – hier erfährst du, wie sie funktioniert und was dabei zu beachten ist.

Jennifer Sutholt

Über die Autorin

Jennifer Sutholt ist psychologische Beraterin mit Schwerpunkt Co-Elternschaft, private Samenspende und alternative Familienmodelle. Sie lebt seit zehn Jahren selbst in einer Co-Elternschaft und begleitet Menschen seit acht Jahren auf dem Weg zu ihrem Wunschkind.

Häufige Fragen zur Co-Elternschaft

Was ist Co-Elternschaft?

Co-Elternschaft bedeutet: zwei oder mehr Menschen bekommen und erziehen gemeinsam ein Kind, ohne ein romantisches Paar zu sein. Die Eltern leben getrennt, teilen aber Verantwortung und Betreuungszeit nach den Wünschen aller Beteiligten auf. Es ist ein sehr bewusst geplantes und intensiv vorbereitetes Familienmodell.

Ist Co-Elternschaft in Deutschland legal?

Ja. In Deutschland ist Co-Elternschaft rechtlich möglich. Eine Co-Elternschaft wird wie jede Elternschaft von nicht verheirateten Paaren behandelt. Eine schriftliche Co-Elternschafts-Vereinbarung ist nicht gerichtlich bindend, aber als klare Grundlage für beide Seiten sinnvoll und empfehlenswert.

Wie finde ich einen Co-Elternteil?

Die meisten Menschen suchen über spezialisierte Plattformen wie familyship.org. Daneben gibt es Community-Gruppen und moderierte Vernetzungstreffen. Die Suche dauert oft Monate – plane ausreichend Zeit für das gegenseitige Kennenlernen ein.

Wie lange sollte man sich kennenlernen, bevor man eine Co-Elternschaft eingeht?

Mindestens 6 Monate, besser 12. Du lernst jemanden erst in herausfordernden Lebenssituationen wirklich kennen – Stress, Konflikte, Überforderung. Erst dann kannst du einschätzen, ob diese Person ein verlässliches Co-Elternteil sein wird.

Was kostet eine Co-Elternschaft?

Eine Co-Elternschaft ist grundsätzlich teurer, da zwei Wohnungen bezahlt und manche Alltagsgegenstände zweifach gekauft werden müssen. Einmalige Kosten entstehen durch Beratung, rechtliche Begleitung und ggf. medizinische Maßnahmen. Laufende Kindeskosten sollten im Vorfeld schriftlich aufgeteilt werden – wer zahlt was, und wie wird Care-Arbeit bewertet.

Für wen ist Co-Elternschaft nicht geeignet?

Für Menschen, die sich insgeheim eine Beziehung mit dem Co-Elternteil wünschen. Für Menschen unter starkem Zeitdruck ohne echte Auseinandersetzung mit dem Modell. Und für Menschen, die Konflikte grundsätzlich meiden – denn Co-Elternschaft erfordert dauerhaft aktive Kommunikation.

Was ist der Unterschied zwischen Co-Elternschaft und Samenspende?

Bei einer Samenspende übernimmt der Spender keine Elternrolle. Bei der Co-Elternschaft hingegen ist der Vater aktiv in Erziehung und Betreuung eingebunden und trägt rechtliche wie emotionale Verantwortung.

Noch Fragen? Ich berate dich persönlich.

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