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Co-Elternschaft

Finanzen in einer Co-Elternschaft

Unterhalt, Kindergeld, Elterngeld, Rentenpunkte und Kostenaufteilung, gut geplante Finanzen sind das Fundament einer stabilen Co-Elternschaft.

Jennifer Sutholt
Jennifer Sutholt
Psychologische Beraterin & Mediatorin · in einer Co-Elternschaft seit 2016

Hinweis in eigener Sache: Ich verlinke in diesem Beitrag auf Inhalte und Produkte von mir, daher kennzeichne ich das als Werbung.

Wenn ihr eine Co-Elternschaft in Betracht ziehst, ist es wichtig, dass ihr euch auch mit den finanziellen Aspekten auseinandersetzt. Denn die Finanzen in einer Co-Elternschaft sollten wirklich gut geplant werden. Warum? Weil eine Elternschaft auch immer eine finanzielle Verbindung ist. Ihr seid gemeinsam finanziell für das Kind verantwortlich. Und weil eine Co-Elternschaft letztlich immer teurer ist als ein Kind in einer Partnerschaft. Ihr braucht schließlich zwei Wohnungen, zwei Kinderzimmer, mehr Klamotten, mehr Spielzeug, mehr Fahrerei,

Für eure gesamte Vorbereitung könnt ihr mein Workbook Co-Elternschaft nutzen. Es begleitet euch von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Kinderwunsch über die gemeinsame Verhandlung aller Aspekte eurer Co-Elternschaft bis zur Unterschrift eurer Vereinbarung. Auf über 150 Seiten bekommt ihr Informationen, Fragen und Links, die euch helfen, eure Elternschaft auf ein stabiles Fundament zu stellen und Missverständnisse zu vermeiden.

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150 Seiten geführte Vorbereitung, von der Reflexion des Kinderwunsches bis zur schriftlichen Vereinbarung mit dem Co-Elternteil. Selbstständig, in deinem Tempo.

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Vereinbarung

Jeder Co-Elternschaft sollte immer eine schriftliche Vereinbarung zugrunde liegen. Die sind zwar rechtlich nicht bindend, aber unbedingt nötig:

Damit alle wichtigen Punkte im Vorhinein geklärt sind.

Damit sich alle Beteiligten auch an die getroffenen Vereinbarungen erinnern können.

Damit im schlimmsten Fall ein Schriftstück mit Unterschrift vor Gericht eure Aussagen untermauern kann.

Weitere Details dazu lest ihr hier:

Co-Parenting Vertrag

Co-Parenting Vertrag: Was du wissen musst

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Finanzielle Vorbereitung

Generell ist es am besten, wenn die Elternteile erstmal finanziell komplett alleine planen. Sich das eigene Kind entspannt alleine leisten zu können ist ein Luxus, besonders für Frauen. Es ist aber auch ein Sicherheitsaspekt, übrigens auch für Frauen in einer Ehe/Beziehung. Denn was passiert, wenn die Beziehung/Ehe/Co-Elternschaft abrupt und hässlich endet? Genau. Das Kind landet meistens bei der Mutter. Deshalb sollte besonders die Mutter genau hinschauen und so clever planen, dass sie unabhängig ist. Kann sie Teilzeit arbeiten und mit diesem Gehalt gut überleben? Mehr Informationen findest du in folgenden Artikeln:

Finanzplanung mit dem/den anderen Elternteil(en)

Wenn sich alle Elternteile sicher sind, dass sie es alleine gut schaffen können, beginnen die Verhandlungen miteinander. Je nach eurer Vorstellung von Betreuung laufen die anders. Da jede Co-Elternschaft anders ist, lässt sich dazu wenig pauschal sagen. Am besten bearbeitet ihr gemeinsam das Worbook Co-Elternschaft.

Es gibt natürlich einige generelle Ideen und Tipps, Besonders bei Finanzthemen gilt: Je besser ihr eure Co-Elternschaft vorbereitet habt, desto besser sind auch die Finanzen in der Co-Elternschaft geregelt. Wenn ihr einen ersten Eindruck bekommen möchtet, mit welchen Themen ihr euch auseinandersetzen solltet, nutzt dazu die Checkliste Co-Elternschaft.

Checkliste Co-Elternschaft

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Tipps für finanzielle Regelungen in einer Co-Elternschaft:

Die Themen der Checkliste sollen euch als Anregung dienen, woran ihr denken könntet, wenn ihr eure Finanzplanung macht. Bitte auch hier immer wieder klarmachen: ihr plant eine Elternschaft, eine Beziehung über viele Jahre hinweg. Ihr kreiert einen Menschen. Wenn es einem Elternteil unangenehm ist, seine Finanzen offenzulegen oder das als nicht notwendig empfunden wird, dann darf die ganze Co-Elternschaft überdacht werden. Natürlich muss nicht jede Person alle ihre Besitztümer auf den Tisch legen, aber es sollte zumindest klar sein, dass alle sich das Kind leisten können. Schulden müssen offengelegt werden, die betreffen im Todesfall ja das Kind, denn es ist erbt diese.

Dazu ein Beispiel: der Vater verstirbt plötzlich durch einen Unfall, das Kind ist noch minderjährig und die Mutter schlägt das Erbe nicht aus, weil sie nicht weiß, dass es negativ ist. Dann wird es für das Kind maximal nervig.

Auch minderjährige Kinder in einer Erbengemeinschaft haften für alle Nachlassverbindlichkeiten. Damit das Kind nicht mit hohen Schulden belastet wird, gilt für minderjährige Erben eine Haftungsbeschränkung: Das Kind haftet nur mit dem Vermögen, das es mit dem 18. Geburtstag auch real zur Verfügung hat. Wenn es kein Vermögen hat, dann werden eventuelle Schulden mit null angesetzt. Dahinter steht der Gedanke, dass ein Kind nicht verschuldet in sein Erwachsenenleben starten soll.

Zur Quelle

Das Kind haftet also mit allem, was es zum 18. Geburtstag besitzt. Also zum Beispiel mit dem Aktiendepot, das die Mutter im Namen des Kindes jeden Monat bespart hat. Also bitte gut absprechen, was Schulden angeht. Von beiden Seiten natürlich.

Tipps zur Vorbereitung der Finanzen in einer Co-Elternschaft

Die Finanzen in einer Co-Elternschaft sind sehr individuell, denn die Varianten einer Co-Elternschaft sind endlos. Es gibt aber ein paar generelle Zahlungen, die ihr immer besprechen solltet. Dazu findet ihr hier die

Häufige Fragen zu Finanzen in einer Co-Elternschaft

Was ist eine Ausgleichszahlung?

Arbeitet ein Elternteil deutlich weniger und betreut mehr, ist eine Ausgleichszahlung angebracht. Care-Arbeit sollte nie kostenlos sein, das gehört in die finanziellen Verhandlungen einer Co-Elternschaft.

Wie funktioniert Unterhalt in einer Co-Elternschaft?

Der Unterhalt richtet sich nach dem Betreuungsanteil und dem Einkommen beider Elternteile. Bei einem 50/50-Modell wird nur gezahlt, wenn ein Elternteil deutlich mehr verdient.

Wie können die Kosten für das Kind aufgeteilt werden?

Eine gängige Möglichkeit ist das 3-Konten-Modell, bei dem beide Elternteile anteilig auf ein gemeinsames Konto einzahlen. Ein Haushaltsbuch kann ebenfalls helfen, den Überblick zu behalten.

Wer bekommt das Kindergeld?

Das Kindergeld steht dem Kind zu und sollte dort landen, wo es sich hauptsächlich aufhält. Bei einer 50/50-Verteilung kann es auch geteilt werden.

Wie lange steht Alleinerziehenden Elterngeld zu?

Alleinerziehenden stehen 14 Monate Elterngeld zu. Die konkrete Aufteilung hängt stark von eurem individuellen Betreuungsmodell ab.

Wer bekommt die günstigere Steuerklasse 2?

Steuerklasse 2 steht der Person zu, bei der das Kind gemeldet ist und die überwiegend mit dem Kind zusammenlebt. Sie ist speziell für Alleinerziehende gedacht.

Wie wirken sich Rentenpunkte fürs Kind aus?

Pro Kind vergibt der Staat zusätzliche Rentenpunkte, die dem Elternteil mit dem höheren Betreuungsanteil zugutekommen sollten. Eine Kontenklärung vorab lohnt sich, um die eigenen Ansprüche zu kennen.

Fazit

In einer Co-Elternschaft habt ihr die Möglichkeit, es besser zu machen als so manche Paare, die sich über Finanzen wenig bis gar nicht vorher austauschen und dann aufwachen, wenn Kinder da sind und Teilzeit und Ausgleichszahlungen anstehen bzw. ignoriert werden. Ihr könnt die finanzielle Belastung so gerecht verteilen, dass kein Elternteil Nachteile hat.

Wie seht ihr das? Wie habt ihr eure Finanzen geregelt? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Vorbereitung ist alles

Meine jahrelange Erfahrung aus Beratungen und Vernetzungstreffen zeigt: je besser vorbereitet eine Co-Elternschaft war, desto besser funktioniert sie. Die Finanzen sind dabei ein essentieller Teil, dem ihr viel Zeit schenken solltet. Wenn ihr euch unsicher seid und eure Vorbereitung nicht alleine machen möchtet, dann meldet euch gerne bei mir,

Gemeinsam besprechen wir alle wichtigen Punkte, ihr bekommt von mir Beispiele und praxiserprobte Ideen und so stellen wir eure Co-Elternschaft auf ein sicheres Fundament.

Jennifer Sutholt

Jennifer Sutholt

Jennifer Sutholt ist psychologische Beraterin mit Schwerpunkt Co-Elternschaft, private Samenspende und alternative Familienmodelle. Sie lebt seit zehn Jahren selbst in einer Co-Elternschaft und begleitet Menschen seit acht Jahren auf dem Weg zu ihrem Wunschkind.

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