Finanzielle Absicherung bei Co-Eltern

Finanzielle Absicherung bei Co-Eltern, planningmathilda

Und Solomamas. Und alle anderen Eltern auch

Heute möchte ich ein eher unangenehmes Thema ansprechen: den Tod. Und die Konsequenzen. Das macht niemand gerne, auch ich nicht. Aber wichtiger als meine Angst, mich mit meinem Ableben zu beschäftigen, ist mir die Sicherheit meiner Tochter. Die finanzielle Absicherung bei Co-Eltern ist etwas anders als bei Paaren, denn Erbe ist nicht der Partner, sondern in den meisten Fällen das Kind. Es sei denn, ihr regelt das anders. Dann bitte mit Testament und Anwalt.

Da keine Ehe besteht, lohnt es sich hier, sich im Vorhinein Gedanken zu machen. Auch Solomamas haben besonderen Bedarf, denn es gibt keinen zweiten Elternteil. Daher haben diese Frauen ein besonderes Sicherheitsbedürfnis. Aber auch bei der klassischen Familie kann es sich lohnen, sich schon frühzeitig Gedanken zu machen. Denn ein Haus, das nicht abbezahlt ist und das der übriggebliebene Elternteil nicht alleine zahlen kann, ist kein Vermögen.

So ist meine Situation

Ich beschreibe dir kurz meine Situation, dann hast du ein echtes Beispiel. Ich habe keine Immobilie, mein Vermögen ist projiziert. Das bedeutet, ich lege monatlich eine gewisse Summe in ETFs an, außerdem ist meine private Altersvorsorge komplett abgedeckt. Da wird hoffentlich irgendwann eine schöne Summe zusammenkommen, aber das braucht noch Jahrzehnte. Ich habe zwar keine Schulden, aber nur relativ wenig Barvermögen. Einen Notgroschen, der für einige Monate ohne Gehalt reicht und eben ein Depot, das zwar stetig steigt, aber im Moment kein Kind bis zum Studium durchbringt. Sterbe ich heute, gibt es bei mir nicht viel zu holen. Sterbe ich in 30 Jahren, ist mein Kind gut versorgt.

Unser Papa hat abbezahlte Immobilien, die sind auf jeden Fall auf der Haben-Seite. Stirbt er morgen, dann hat mein Kind diese Mieteinnahmen monatlich zur Verfügung. Und damit wird mir der Verlust des Unterhaltes ausgeglichen, außerdem kann ich die Fremdbetreuung bezahlen. Etwas abbezahlen könnte ich allerdings nicht.

Ich habe meine gesamte finanzielle Vorbereitung auf ein Kind schon mal offengelegt, schau dir den Artikel auf jeden Fall an, wenn du auf dem Weg zum Wunschkind ohne Partner*in bist. Und dann musste ich mir Gedanken machen, wie die finanzielle Absicherung bei Co-Eltern bei uns am besten funktioniert.

Bei Co-Eltern erbt das Kind

Sobald Kinder im Spiel sind, lohnt es sich immer, sich darüber Gedanken zu machen, wie diese und der/die Partner*in abgesichert werden können. Bei allen Familienkonstellationen. Besonders, wenn finanziell eng geplant wurde, ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, was der/die Überlebende stemmen kann. Bei Co-Eltern ist es genauso, dazu ist es noch wichtig zu bedenken, das das Kind erbt, nicht der andere Co-Elternteil. Das ist schön für das Kind, aber wir möchten ja unseren anderen Elternteil nicht in finanzielle Nöte bringen. Denn eine Immobilie ist toll zum Vererben, aber wenn die kein bisschen abbezahlt ist und dann nicht gehalten werden kann, dann ist das eher suboptimal. Einige sichern die Immobilie mit einer Lebensversicherung ab, eine gute Entscheidung. Das machen allerdings auch weniger als gedacht. Weil es eben keinen Spaß macht, auf den eigenen Tod zu wetten.

Ich habe mir also schon länger Gedanken gemacht, wie ich mein Kind von meiner Seite noch zusätzlich absichern kann. Nach eigener Recherche und einem Telefonat mit meinem Versicherungsmenschen habe ich mich für auch eine Riskiolebensversicherung entschieden. Die kostet für mich unter 10€ pro Monat und wird mich über die gesamte Laufzeit etwas über 2000€ kosten. Verlorenes Geld, wenn ich am Leben bleib, was ich bitte gerne möchte. Danke. Dafür bekommt mein Kind im Falle meines Todes eine nette Summe, die für sie verwaltet wird bis sie volljährig ist.

Bei Solomamas besonders wichtig

Wenn du alleine ein Kind bekommst, dann machst du dir im Vorhinein wirklich viele Gedanken. Was passiert mit dem Kind, wenn ich versterbe? Wer kümmert sich? Wie kann ich für das Kind vorsorgen? Meiner Erfahrung nach sind Solomamas generell gut vorbereitet und abgesichert. Sie haben einen genauen Plan für das Kind, oft, aber nicht immer, auch über ihren Tod hinaus. Denn nicht nur müssen Großeltern, Geschwister oder Freunde die Verantwortung für das Kind übernehmen, sie müssen sich das auch leisten können. Daher ist eine Finanzspritze für diese Aufgabe den Solomamas sehr wichtig. Auch hier ist eine Risikolebensversicherung eine gute Entscheidung.

Was passiert nach meinem Tod?

Denn ja, ein Kind erhält Halbwaisenrente, die fällt aber nicht wirklich üppig aus. Ich habe sie mal berechnet, das sind bei meinem Tod 190€ monatlich. Mit der Risikolebensversicherung habe ich einfach das Gefühl, dass das Kind und der Vater auf jeden Fall gut über die Runden kommen werden. Sterbe ich morgen, hat meine Tochter bis zu ihrem 20. Geburtstag monatlich 900€ zur Verfügung. Natürlich nur virtuell, denn in meinem Testament steht auch drin, was mit dem Geld passieren soll. Vom Papa kommen Immobilien. Falls sie also noch jung Vollwaise werden sollte, ist sie so mehr als gut abgesichert.

Lieber vorbereitet sein

Die finanzielle Absicherung sollte bei Co-Eltern also auf jeden Fall ein Thema sein. Am besten gleich bei den ersten Verhandlungen ansprechen, wenn ihr die Checkliste für Co-Eltern abarbeitet. Denn böse Überraschungen sind ziemlich doof, wenn das Kind schon unterwegs oder da ist. Da geht viel Vertrauen verloren. So unangenehm es ist, über Geld zu sprechen, hier ist es wirklich wichtig. Wir haben zwar viel über vorhandenes Vermögen und monatliche Mittel gesprochen, aber über das Erbe und wie es nach dem Tod eines Elters weitergeht, das haben wir erst vor einiger Zeit geklärt. Da haben wir beide Glück gehabt, dass wir uns da sofort einig waren, wie wir das machen.

Was du konkret tun kannst für die finanzielle Absicherung bei euch als Co-Eltern

  • Sprecht offen und ehrlich über eure Vermögensverhältnisse. Ehrlichkeit ist hier besonders wichtig.
  • Geht den Ernstfall durch. Was steht an finanziellen Mitteln nach dem Tod des einen oder anderen zur Verfügung?
  • Kann jeder Elternteil das Kind alleine großziehen? Aus finanzieller Sicht. Wenn nicht, dann sichert euch über Versicherungen ab
  • Macht beide ein Testament, so dass die/der Übriggebliebene unkompliziert das Erbe regeln kann. Wenn dort steht, wer das Erbe des Kindes verwaltet, dann geht es einfacher. Die Erbfolge ist zum Glück klar geregelt, so dass euer Kind immer automatisch erbt. Sollten noch andere Erbberechtigte wie ehemalige oder aktuelle Ehepartner oder andere Kinder vorhanden sein, sprecht euch und haltet alles schriftlich fest. Gerne mit Anwalt.

Hast du noch Tipps? Oder hast du es ganz anders gemacht? Schreib es mir in die Kommentare. Ich freue mich auf weitere Ideen.

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