Wie lange sollten Co-Eltern sich kennenlernen?

Co-Eltern kennenlernen, planningmathilda

Du hast dich für eine Co-Elternschaft entschieden? Du weißt bereits, wie du einen Co-Vater oder eine Co-Mutter findest? Du hast dir die Checkliste runtergeladen? Du hast dich für eine Co-Elternschaft entschieden? Du weißt bereits, wie du einen Co-Vater oder eine Co-Mutter findest? Du hast dir die Checkliste runtergeladen? Dann fehlt dir noch eine wichtige Information: wie lange sollten sich Co-Eltern kennenlernen? Diese Frage ist wirklich wichtig, denn es ist einer der zwei Faktoren, die eine gute Co-Elternschaft ausmachen. Denn klar ist: ein Samenspender ist kein Co-Vater.

Was haben gute Co-Elternschaften richtig gemacht?

Aus meinen Vernetzungstreffen und Beratungen von Frauen haben sich für mich zwei Faktoren herauskristallisiert, die eine richtig gute Grundlage bilden für eine gute Co-Elternschaft:

  1. Die Co-Eltern haben sich beim kennenlernen Zeit gelassen
  2. Die Co-Eltern haben viel besprochen und schriftlich festgehalten

Über Verträge zwischen Co-Eltern wollen wir heute nicht sprechen, sondern über die Zeit, die es braucht, um jemanden kennenzulernen. Wenn es übereilt wird und ihr unvorbereitet in eine Co-Elternschaft geht, dann kann es so enden, wie bei dem Elternpaar hinter dem Link.

Lieber 12 als 6 Monate

Das ist die Zeit, die ihr euch geben solltet, bevor ihr eine Co-Elternschaft eingeht. Klingt lang? Ist es. Aber ganz ehrlich, wenn es ans Kinderkriegen mit einem Partner geht, warten die meisten Paare doch auch mindestens ein Jahr oder länger. Warum sollte es hier anders sein? Gut, ihr müsste euch nicht lieben, aber wollt doch sicher sein, dass ihr es über die nächsten Jahre schafft. Und ihr wollt euch doch sicher sein, dass beide es ehrlich meinen. Es geht hier immerhin darum, ein gemeinsames Kind zu bekommen, nicht darum, den Hamster vom Nachbarn füttern zu lassen oder eine Hundepatenschaft zu übernehmen. Ein Kind ist eine der größten Entscheidungen, die du treffen kannst, denn du musst sie für eine Person mit treffen, die es noch gar nicht gibt, deren Wohlbefinden aber zu 100% von deiner guten Entscheidung abhängt.

Und bei einer privaten Samenspende?

Das gleiche Prozedere des Kennenlernens gilt übrigens auch für private Samenspenden. Denn auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen, ein privater Samenspender ist der biologische Vater und wenn der dich getäuscht hat über seine Motive, dann hast du auch den dein Leben lang am Hals. Am Ende zahlst ggf. an ihn Unterhalt und teilst das Kind 50/50. Ich möchte euch keine Angst machen, aber unbedingt warnen. Den schlimmsten Fall, den ich kenne, beschreibe ich dir im Video:

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Die gleiche Vorsicht gilt übrigens auch für Samenspender. Du bist der biologische Vater, der Mutter stehen 3 Jahre Unterhalt zu, dem Kind bis es eine Ausbildung abgeschlossen hat. Also lieber so gut kennenlernen wie bei einer Co-Elternschaft, denn Vertrauen ist hier entscheidend. Sonst wird es teuer, wenn sie dich reingelegt hat.

Betrug kann also sowohl Frau als auch Mann betreiben. Aber wir wollen nicht vom schlimmsten ausgehen, sondern uns bewusst sein, was passieren kann. Es kann auch gut gehen, so wie bei Luisa und ihrem privaten Samenspender.

Vertrauen ist wichtig, höre auf dein Bauchgefühl

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, dass du der anderen Person vertrauen kannst. Also das Grundgefühl sollte stimmen. Hast du ein schlechtes Bauchgefühl: Finger weg! Auch wenn die äußeren Umstände perfekt sind. Denk immer daran, diese Person wird für immer in deinem Leben bleiben. Nur mal als Beispiel: unser Papa und ich telefonieren jeden Tag mehrmals via FaceTime. Mehrmals! So gut solltest du den anderen Elternteil also aushalten können. Eine Co-Elternschaft ist eine Beziehung fürs Leben, nur eben nicht auf romantischer Ebene. Doch auch hier gilt: drum prüfe, wer sich ewig bindet. Elternschaft endet nämlich auch nicht mit dem 18. Geburtstag. Und Vertrauen entsteht nur über die Zeit.

Vorsichtig im Internet

Co-Eltern sollten sich so gut kennenlernen wie Partner in einer romantischen Beziehung. Da keine Liebe im Spiel ist, hast du es sogar etwas einfacher, denn Liebe macht bekanntlich blind und lässt dich Dinge glauben und übersehen, die eigentlich offensichtlich irgendwie fischig sind. Das ist bei Co-Eltern oft anders. Hoffentlich. Aber wenn jemand schlechte Absichten hat, dann kann er die zwar verheimlichen, aber wenn ihr euch Zeit lasst, dann kommen so manche Lügen viel eher heraus. Ganz gute Tipps, wie du dich schützen kannst, findest du in Artikeln über Heiratsschwindler oder Love-Scammer. Wie hier bei Wunderweib.

Warum dieser Vergleich? Weil es immer Menschen mit niederen Motiven gibt und die gilt es unbedingt rauszufiltern. Es geht hier immerhin um die Sicherheit deines Kindes. Das überlasst du ja auch nicht einer fremden Person auf dem Spielplatz, oder? Also lässt du es ganz bestimmt nicht von einer fremden Person aus dem Internet zeugen!

Die gängigsten Warnzeichen

Glatte Menschen, die wenig preisgegeben wollen, dich nicht der Familie oder den Freunden vorstellen und weder Wohnung noch Arbeitsplatz präsentieren, die kannst du direkt ausschließen. Auch wenn die Antworten auf alle deine Fragen so generell sind, dass sich daraus kein echtes Bild ergibt, sind ein Warnzeichen. Er ist besonders toll, verbindlich, hervorragend gebildet, alles passt? Auch dann besondere Vorsicht. Er könnte einer der Massenspender sein, die sich in allen Foren herumtreiben und im schlimmsten Fall mehrere Dutzend Kinder haben. Oder ein komplett anderes Verständnis von Co-Elternschaft haben.

Warum lügen Menschen bei der Suche nach einem Co-Elternteil?

Weil sie es können. Die Motive hinter dem Kinderwunsch können vielfältig sein. Will er nur als Massenspender seinen Samen verstreuen, ist das ärgerlich. Es gibt aber sogar Foren, wo sich Männer absprechen und gegenseitig beraten, wie sie die Frau so gaslighten und vor Gericht diskreditieren können, dass sie das Kind ganz für sich haben. Warum auch immer. Wie oben im Video beschrieben, kann auch ganz viel verschwiegen werden. Eine Ehefrau zum Beispiel. Die das Kind dann für sich haben möchte. Bitte dran denken: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten und im Ausland sehr teuer. Das kann also auch ein Motiv für eine Co-Elternschaft sein.

Lügen haben kurze Beine

Die beste Möglichkeit, hinter Lügen zu kommen, ist, wenn Co-Eltern sich gut kennenlernen. Ist einfach so. Fahrt zusammen in den Urlaub, lernt die Freundeskreise kennen. Es ist kein Problem, wenn ihr den Plan mit dem Kind nicht jeder Person erzählt, ihr könnt ja auch einfach so Freunde sein. Aber nochmal: Lasst euch Zeit.

Lieber 12 als 6 Monate

Wie lange hast du gewartet? Oder findest du das zu lange? Warum? Schreib es mir in die Kommentare.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.