Hinweis in eigener Sache: Ich verlinke in diesem Beitrag auf Inhalte und Produkte von mir, daher kennzeichne ich das als Werbung.
DIE Frage von allen zukünftigen Co-Eltern. Der passende Co-Elternteil ist der entscheidende Faktor für eine gute Co-Elternschaft. Aber wo sind Personen zu finden, die sich auch eine solche Elternschaft vorstellen können? Und wenn keine Co-Elternschaft mit viel Beteiligung, dann vielleicht eine Onkelfunktion oder private Samenspende?
Die eigenen Präferenzen zuerst festlegen
Hat eine Person sich entschlossen, das Familienmodell der Co-Elternschaft für sich zu nutzen, dann haben sich die meisten schon viele Gedanken über ihre Grundeinstellungen gemacht und wissen oft gut, was sie sich vorstellen. Das ist einer der wichtigsten Schritte, bevor ein Co-Elternteil überhaupt erst gesucht wird. Wenn ihr über das Familienmodell noch nicht so viel wisst, könnt ihr hier recherchieren:

Alle Informationen zu Co-Elternschaft
Die meisten sind sich über Finanzen mit Kind und die Folgen durch ein Kind klar. Haben sich Gedanken zum Wunschkind und über ihre eigene Motivation gemacht. Sie sind vorbereitet. Fehlt nur noch der andere Co-Elternteil. Als ich das Konzept kennenlernte, von einer anderen Co-Mutter, hat sie mir den Co-Papa gleich mitgeliefert. Die ideale Version, aber bei mir war wirklich so viel Glück und Schicksal dabei, das passiert so leider eher selten. Wo findet ihr also einen Co-Vater?
Die Suche ähnelt einer Partnersuche, denn eure Verbindung darf auch eng sein und immerhin geht es darum, ein Kind in die Welt zu setzen. Jeder Mutter ist daran gelegen, das eigene Kind bestmöglich zu schützen, daher ist große Sorgfalt bei der Auswahl des Co-Vaters wirklich wichtig.
Die meisten Co-Eltern lernen sich ungefähr ein Jahr lang kennen, manchmal etwas weniger. Da ihr euch in die Person nicht verlieben müsst, ist es etwas einfacher. Ihr solltet euch aber sicher sein, dass ihr euch wirklich einig seid, sonst kommt spätestens in ein paar Jahren das böse Erwachen. Hört auf jeden Fall erstmal auf euer Bauchgefühl! Und nutzt zum Beispiel mein Workbook Co-Elternschaft, um euch gemeinsam vorzubereiten.
Mindestens die Checkliste Co-Elternschaft solltet ihr unbedingt nutzen, um eine Übersicht über die wichtigsten Themen zu haben, die ihr besprechen und in eurer Vereinbarung schriftlich festhalten sollt.

Checkliste Co-Elternschaft
Bekomme einen ersten Überblick über die Vorbereitung auf eine Co-Elternschaft. Die Checkliste bekommst du im Tausch gegen die Anmeldung für meinen Newsletter.
Möglichkeiten, einen Co-Elternteil zu finden
- Der erweiterte Bekanntenkreis,
- Internetforen wie familyship.org, bei denen eine monatliche Gebühr bezahlt werden muss,
- öffentliche Facebookgruppen oder
- ganz old school eine Anzeige in einem Magazin/einer Zeitung oder meinem Newsletter.
- Vernetzungstreffen oder mein Community-Chat auf WhatsApp.
Ich gehe die einzelnen Möglichkeiten nacheinander durch. Was ein Co-Vater auf jeden Fall nicht sein sollte und wie schlecht die Erfahrungen sein können, liest du hier:

Lies die erfahrung einer Frau mit einem Massenspender aus einem Forum
Wo finde ich einen Co-Vater?
Der erweiterte Bekanntenkreis
Die, wie die Erfahrungen anderer Personen zeigen, beste und sicherste Möglichkeit. Der zukünftige Co-Elternteil ist auf irgendeine Weise vorausgewählt, sei es, dass ihr gleiche Bekannte habt, euch im Idealfall seit Jahren kennt oder auch einen Arbeitsplatz teilt. Der Arbeitsplatz bietet eine nicht zu unterschätzende Sicherheit, auch mein Co-Vater und ich sind Kollegen. Da wir in der gleichen Firma arbeiten, kenne ich seinen Arbeitsvertrag, seinen Verdienst und wusste damals auf jeden Fall, dass er mir da nichts vorgemacht hat.
Ein wichtiger Punkt, denn hat einer der beiden Co-Elternteile gelogen, was die finanzielle Situation angeht, wird es sehr schnell zumindest nervig oder sehr schlimm. Also Achtung. Daher ist eine vorausgewählte Person immer die beste Option. Hier könnt ihr auch dezent bei anderen nachfragen, wie die Person so ist, wie sie lebt und wo genau sie arbeitet. Und könnt so schon einige Punkte der Checkliste Co-Elternschaft abarbeiten. Was ihr für eure Vorbereitung unbedingt kennen solltet, ist die rechtliche Situation. Eine Vereinbarung solltet ihr immer aufsetzen und beide unterschreiben. Immer. Warum das so wichtig ist und was ihr vertraglich regeln könnt (wenig) und was nicht (fast alles), das erklärt dir Rechtsanwalt Andreas Wucherpfennig im Interview:

Rechtlich gibt es einiges zu beachten
Natürlich braucht es Mut, deinen Wunsch so früh so offen nach aussen zu tragen, aber es kann sich lohnen. Vielleicht kennt eine Person aus deinem Freund*innenkreis ja jemanden, der jemanden kennt, usw.
Bezahlte Internetforen
Sollte sich in eurem Freund*innenkreis niemand finden, dann nutzt im Internet bitte bezahlte Foren wie familyship.org. Wenn ich die Erfahrungen der Personen (meist Frauen), mit denen ich spreche, zusammenfasse, ist familyship.org eine der besten Webseiten. Dort muss ein Beitrag gezahlt werden, was sicher nochmal ein paar unseriöse Menschen davon abhält, sich dort auch noch anzubieten. Seid aber darauf gefasst, dass euch einiges an Merkwürdigkeiten über den Weg laufen wird. Profile, die auffällig sind oder sich inadäquat verhalten, werden dort gelöscht. Und seit neustem bietet Familyship Expert*innensprechstunden an. Dort kannst du mit Expert*innen zum Thema Kinderwunsch, zu Co-Elternschaft (ich), mit einem Rechtsanwalt usw in einem Zoom Call sprechen.

Diese Unterstützung bekommst du bei familyship.org
Facebookgruppen
Die gibt es mittlerweile auch zuhauf. Nutzen solltet ihr sie maximal zu Recherchezwecken, auf keinen Fall zur Suche eine Co-Elternteils. Warum? Diese Foren sind mittlerweile sind von Männern überschwemmt, die ausschließlich die natürliche Methode bevorzugen, also Sex zur Zeugung. Hier geht es in den seltensten Fällen um eine echte Co-Elternschaft, sondern meist um private Samenspenden. Und es gibt dort auch genug Frauen, die einfach nur jemanden suchen, der Unterhalt zahlt und sich ansonsten raushält. Alles in allem sind dort zu viele missbräuchliche Personen zu finden. Ausnahmen gibt es natürlich immer.
Um eine Co-Elternschaft vorzubereiten, solltet ihr euch immer Zeit lassen und nicht nach einem Treffen einen Zeugungsversuch wagen. Wie lange sollten Co-Eltern sich kennenlernen? Länger als die meisten sich vorstellen. Immerhin wird hier eine Elternschaft eingegangen, eine Verbindung fürs Leben. Meine Erfahrung aus den Beratungen zeigt, dass je länger und intensiver Co-Eltern sich kennengelernt haben, desto besser läuft die Elternschaft.

So lange solltet ihr euch kennenlernen
Anzeige in der Zeitung
Da habe ich auch erstmal komisch geschaut, aber ich habe nun schon von einigen gehört, dass sie ganz einfach eine Anzeige in einer Zeitung aufgegeben haben. Vorzugsweise in einem Magazin für schwule Männer, so der heiße Tipp. Ich kenne drei Konstellationen, die sich so gefunden haben, es ist also vielleicht einen Versuch wert. Ihr könnt auch gerne in meinem Newsletter eine Anzeige auf dem schwarzen Brett schalten.

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DIE CHECKLISTE Co-Elternschaft
Achtung, Internet!
Ganz wichtig ist, immer zu bedenken, wenn ihr euch für die Suche im Internet entscheidet, dass ihr jede mögliche Vorsicht walten lässt. Das Internet ist ein wilder Ort und es gibt mehr merkwürdige Menschen, als ich das jemals für möglich gehalten hätte. Ihr werdet ein dickes Fell brauchen und sehr komische Diskussionen führen. Wenn ihr ein besonders merkwürdiges Gespräch hattet, dann schickt mir einen anonymisierten Screenshot. Die Highlights veröffentliche ich irgendwann mal.
Regel Nummer eins für Frauen lautet: wenn euch ein potentieller Spender oder Co-Vater zur natürlichen Methode überreden will, nichts wie weg. Egal, wie gerne ihr ein Kind hättest, lasst euch niemals zu etwas drängen. Niemals. Diese Foren werden auch von Männern missbraucht, die einen besonderen Kick bei ungeschützem Geschlechtsverkehr haben.
Gerade seit dem Lockdown in der Coronazeit kommen vermehrt Männer in die Foren, die einfach nur Sex suchen. Andersrum gibt es auch Frauen, die nur am Samen interessiert sind, den Vater aber später jeden Kontakt einklagen lassen. Also bitte alle vorsichtig sein, Frauen wie Männer.
Vertrauen ist so wichtig
Mit dem anderen Co-Elternteil seid ihr für die nächsten 20 Jahre verbunden, nicht nur finanziell. Unser Co-Vater und ich telefonieren jeden Tag, meine Tochter spricht auch mit ihm, wir sind sehr eng verbunden. Für uns ist das kein Problem, wir mögen uns sehr, aber stellt euch mal vor, ihr müsst mit einer Person, die ihr irgendwie gerade so ausstehen könnt, täglich telefonieren. Oder euer Kind für mehrere Tage überlassen. Vertrauen zu haben ist ganz wichtig, also lasst euch Zeit, die Person kennenzulernen.
Hört auf euer Bauchgefühl
Wenn euch auch nur die kleinste Kleinigkeit komisch vorkommt, euer Bauchgefühl Alarm schlägt oder ihr mehr Kompromisse eingehen sollt, als ihr wollt, dann beendet am besten das Kennenlernen und versucht es mit einer anderen Person noch einmal. Ihr könnt in euer Gegenüber nicht hineinschauen. So einige Co-Elternteile haben sich nach der Geburt des Kindes auf einmal nicht mehr an Abmachungen gehalten. Übrigens sowohl Männer als auch Frauen. Daher Achtung, wenn es schon beim Kennenlernen irgendwie hakt. AUnbedingt haltet ihr auch alle Abmachungen in eurer Vereinbarung fest. Wirklich alles, was euch einfällt. Ausgedruckt mit Unterschrift in zweifacher Ausführung. So habt ihr es im schlimmsten Fall schriftlich, wo ihr herkommt und schafft es vielleicht eher, da wieder hinzukommen.
Wenn ihr das Gefühl habt, alleine nicht weiterzukommen, dann bucht euch eine Beratung bei mir. Gemeinsam beleuchten wir eure Situation, bereiten euch auf die Suche oder das Kennenlernen vor und verfassen eventuell gemeinsam mit dem anderen Elternteil eure Vereinbarung.

Buche deine individuelle Beratung bei Jennifer Sutholt, Expertin für Co-Elternschaft, psychologische Beraterin für Personen mit Kinderwunsch mit und ohne romantische*n Partner*in und Mediatorin
Hast du deinen Co-Elternteil auf besonders lustige Weise gefunden? Dann erzähl uns doch davon, hier in den Kommentaren oder per Email. Ich freue mich von dir zu hören.

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