Wie ich meinen Co-Papa gefunden habe

planningmathilda, Co-Eltern, Co-Elternschaft, Co-Parenting, Singlemom, Wunschkind, Kinderwunsch, Samenspende, Samenspender, Bechermethode, Heiminsemination, Insemination, Spender, Vater, Mutter, Familie, alternative Familie, Familienkonzept, Mitte 30, biologische Uhr, Regenbogenfamilie, Muttersein, Kind, Schwangerschaft, künstliche Befruchtung, Unfruchtbarkeit, Baby, Co-Papa

Papas sind toll

Ich erzähle euch jetzt mal wie ich mir das vorstelle. Mit Kind ohne Beziehung. Dafür aber mit Mann. Mit Papa. Geben wir es zu, Papas sind die Besten und jeder sollte mindestens einen haben. Zu einem Papa kann man aufschauen, er ist lieb und man freut sich, wenn er nach Hause kommt und einem einen Aschenbecher aus dem Flugzeug schenkt (ach ja, die 80er). Er soll wunderbare Reden auf der eigenen Hochzeit halten und einen zum Altar führen und das erste eigene Auto bezahlen. Und irgendwann soll er auch noch der beste Opa sein. So wie meiner.

Was ich also brauche, ist ein Papa. Einen, der Lust darauf hat, sich um sein Kind zu kümmern. Der Kinder gerne mag. Der mit mir zusammen einen wunderbaren kleinen Menschen großziehen möchte. Jemanden, der Kinder nicht als Last oder Einschränkung sieht sondern als Bereicherung. Der Spaß am Windelwechseln hat. Okay, keiner wechselt gerne Windeln. Wer einmal ein Kind hochgehoben hat, das sich bis ins Genick eingeschissen hat… Aber ich schweife ab.

Wo sind die Papas?

Es muss doch sowas geben, Männer, die auch gerne eine Familie hätten. Bei denen es mit der Beziehung auch noch nicht geklappt hat, die aber vielleicht ohne Sauerstoffzelt mit ihrem 10 Jährigem Fußball spielen möchten, sprich nicht erst mit Mitte 60 draufkommen. Das muss doch zu finden sein.

Und dann kam das Schicksal.

Es wird ein Co-Papa

Ich hatte mich gerade getrennt und war wirklich unglücklich. Nach einem Flug saßen eine Kollegin und ich im Café und ich erzählte ihr von meiner Trennung aufgrund des Kinderwunsches. Oder sagen wir besser, ich schluchzte die Geschichte in mein drittes Glas Weißwein, während die erste Zigarette seit 3 Jahren zwischen meinen zitternden Fingern steckte. Definitiv nicht der beste Tag meines Lebens. Wahrscheinlich um mich abzulenken, hat sie mir von ihrer Familienkonstellation erzählt, die genau wie oben beschrieben ist, sie lieferte mir auch den Namen des Konzeptes: Co-Elternschaft.

Wie bitte? Kannte ich gar nicht. Das ist ein Familienkonzept, bei dem zwei Freunde gemeinsam ein Kind großziehen, ohne je ein Paar gewesen zu sein. Ganz kurz gesagt. Ganz ausführlich im Artikel Co-Elternschaft.

Mit Papa befreundet

Man braucht also jemand, mit dem man gut befreundet ist, ähnliche Werte teilt, gemeinsam Verantwortung übernimmt. Einen Freund, mit dem man eine platonische Beziehung führt, in der es sicherlich auch mal Streit gibt, in der aber der verbindende Faktor nicht die Liebe zueinander, sondern die zum Kind ist. Ähnlich wie getrennte Paare, nur ohne den Hass, der auf verloren gegangene Liebe so oft folgt.

Die Kollegin erzählte mir ausgiebig, wie das bei ihnen so läuft, beide Flieger, das Kind wechselt von einem zum anderen, alle happy, Friede Freude Eierkuchen. Klingt perfekt für mich. Dazu werde ich als nächstes recherchieren.

Und den einen Satz, den sie sagte, den werde ich gut mir merken.

‚Wenn du jemanden suchst, der gerne ein Kind ohne Beziehung hätte, dann weiß ich genau den Richtigen.‘

Like it? Pin it

Verfasst von

35, alleinstehend, mit Kinderwunsch. Da diese Kombination so ziemlich jeden Mann verschreckt, habe ich mich entschlossen, alleine ein Kind zu bekommen. Über diese Reise werde ich schreiben.

3 Kommentare zu „Wie ich meinen Co-Papa gefunden habe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.