Gefrorenes Sperma oder frisches? Was ist besser?

Gefrorenes Sperma, planningmathilda

Der Klassiker unter den häufigsten Fragen, die sich und mir zukünftige Solomamas stellen. Oder auch Paare, die einen Samenspender nutzen müssen. Generell scheint das ein heißes Thema zu sein, gefrorenes Sperma. Das Misstrauen entscheidet bei vielen, ob sie den Weg über die Samenbank oder einen Privatspender gehen. Doch genau daran sollte sich die Entscheidung nicht festmachen. Pauschal kann nämlich gar nicht gesagt werden, ob gefrorenes Sperma schlechter ist, es kommt immer auf den spendenden Mann und seine persönliche Spermienqualität an. Daher sollte die Angst vor Qualitätsverlust kein Grund sein, sich gegen eine Samenbank und die von ihr garantierte Sicherheit zu entscheiden. Es ist wichtiger, sich klar darüber zu sein, ob du den Weg über eine Privatspende mit allen Risiken eingehen möchtest. Und noch viel wichitger, diese Entscheidung sollte aufgrund rechtlicher, ethischer und anderer Aspekte getroffen werden und nicht aufgrund der vermeintlichen Spermaqualität.

Ein Kind mit einem privaten Spender kann gut funktionieren, wie bei Luisa zum Beispiel. Bei ihr läuft es mit bekanntem Privatspender mit losem Kontakt richtig gut. Sie haben das Kind mit der Bechermethode gezeugt. Trotzdem ist bei Privatspendern besondere Vorsicht geboten. Es gibt einiges zu beachten. Eine der Gefahren kann sein, unwissentlich an einen Massenspender zu geraten. Oder an einen, der ein gefälschtes Spermiogramm vorlegt. Auch auf Krankheiten musst du achten, also bitte unbedingt Gesundheitsnachweise über HIV, HPV, Chlamydien und Syphilis vorlegen lassen. Am besten noch den CMV Status testen lassen. Auch den späteren Umgang, Besuchsrechte, Verzicht auf Unterhalt usw. solltet ihr unbedingt besprechen und regeln, am besten schriftlich.

Nochmal, die vermeintlichen Qualitätsunterschiede zwischen frischem und gefrorenem Sperma müssen bei der Entscheidung für Samenbank oder Privatspender keine Rolle spielen.

Zurück zum Sperma. Die gute Nachricht zuerst: wenn das Sperma von einer Samenbank kommt, dann gibt es technisch gesehen keine Qualitätsverluste. Warum?

Samenspender sind Überperformer

Sicher, die Samenzellen leiden beim Einfrieren, aber die Qualität des Spermas eines Spenders ist überproportional gut, da kann ein durchschnittlicher Mann nicht mithalten. Warum? Weil die Herren von der Samenbank extrem gut ausgewählt werden. Die Hürden sind hoch und die Kriterien gnadenlos:

  • Sie sind jung! Auch bei Männern gilt, je jünger, desto besser ist die Qualität der Spermien. Die Spender sind also eher U25 als Ü35 wie der Durchschnittsvater to be
  • Ein gesunder Lebenswandel ist Pflicht, rauchen oder Alkohol sind nicht angesagt (netdoktor.de)
  • Das Sperma wird mittels Spermiogramm auf die MOT hin geprüft und nur Männer zugelassen, die wirklich flinkes Sperma haben, das auch geradeaus schwimmt.
  • Ungefähr 8% der Bewerber zur Samenspende erfüllen alle Voraussetzungen (Berliner Samenbank)

Was genau eine Samenbank alles testet, kannst du bei Cryos, einer großen Samenbank, nochmal ganz genau nachlesen.

Du siehst also, Samenspender werden ist gar nicht so einfach, wie Mann sich das so vorstellt. Ein Spermiogramm bringt ans Licht, wie gut die Schwimmer wirklich sind und nur die Männer mit besten Werten dürfen spenden. Dementsprechend ist ihr Sperma auch wiederaufgetaut noch gleichwertig oder besser als das des Durchschnittsmannes.

Frisches oder gefrorenes Sperma?

Es kommt also alles auf den Mann und seine Schwimmer an. Natürlich ist frisches Sperma, direkt in den Becher im eigenen Bad gespendet, die Variante, die der natürlichen Methode am nächsten kommt. Hier sind die meisten Spermien am Leben und bereit. Aber eben nur ein großer Prozentsatz von dem, was auch da ist. Gefrorenes Sperma von sehr hoher Qualität mit sagen wir 50% abgestorbenen Spermien kann immer noch wesentlich mehr lebendige Samen enthalten als frisches Sperma von einer durchschnittlichen Spende.

Hast du eine Erfahrung mit Privatspender oder Samenbank? Oder eine Frage dazu? Dann schreib sie mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu hören.

Newsletter, planningmathilda, Jennifer Sutholt

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