Familienurlaub und erster Arbeitstag

Urlaub vorbei, der Ernst des Lebens beginnt. Für uns alle drei. Im Flieger sitzt das Kind  4 Minuten bei Papa, ein voller Erfolg. Wie man entspannt mit Kind reist, lest ihr hier und hier. Tatsächlich klappt es mit den beiden super, allerdings nur solange ich nicht dabei bin. Sobald ich im Raum bin, wird das Kind zum Abziehbild. Sieht aus wie der Papa und klebt an der Mama. Naja. Das war dann auch der Grundtenor des Urlaubs.

9 Tage haben wir zusammen auf Mallorca verbracht, als Abschluss meiner Elternzeit und als Familienzeit. Die haben wir zu Hause ja auch oft genug, aber mit Übernachten eben nicht. Beeindruckt hat das Babymädchen aber nur, dass Papa das Auto gefahren hat. Darüber werden wir auch noch eine Woche nach dem Urlaub reden. Ansonsten fand mein Gewohnheitstier die ersten drei Tage doof, weil ungewohnt und überhaupt und zu Hause waren die ersten Tage dann auch wieder nichts, weil kein Meer mehr da war. Zum Glück hatten wir die Möglichkeit, uns Auszeiten zu nehmen, ein Sightseeing Trip macht mit einer jungen Dame, die nur laufen will- allerdings eher im Kreis als durch die Stadt- nur wenig Sinn, daher haben wir einen Pooltag eingelegt, während der Rest unterwegs war. Einfach nur Bälle in den Pool werfen und von Mama rausholen lassen, das mochte die Kleine sehr, außerdem gab es einen riesigen Garten, Hühner und einen Traktor, auf dem sie stundenlang saß. Urlaub mit Kind ist etwas anders als früher, ich hatte zwar total optimistisch ein Buch mitgenommen, habe es aber noch nicht mal geschafft, die erste Seite zu lesen. Wir hatten eine wunderschöne Finca mit ganz viel Platz, leider aber nicht genug Schlafzimmer, so dass wir als Familie in einem Zimmer geschlafen haben. An sich unter uns Eltern kein Problem, wir haben schließlich ein gemeinsames Kind, aber Madame sieht es natürlich kein bisschen ein, bei Papa zu schlafen, wenn Mama auch im Zimmer ist. Einen Mittagsschlaf lang hat es geklappt, ansonsten war sie eben bei mir. Bisschen schade, nicht, weil ich mal in Ruhe (aus)schlafen wollte oder mal abends länger aufbleiben (neeeeeeeein), sondern weil es eine gute Übung gewesen wäre für nächste Woche, da bin ich nämlich 2 Nächte hintereinander wirklich überhaupt gar nicht in Berlin und kann keine Papas oder Babies retten. Aber da bin ich mir eigentlich sicher, dass das gut klappen wird, warum auch nicht. Üben während ich dabei bin, funktioniert aber einfach nicht. Da muss ich einfach vertrauen, dass die beiden das schon hinbekommen. Schwer fällt mir das gar nicht, schließlich liebt die Kleine ihren Papa sehr, da werden sich auch mehrere Nächte nicht zur Verzweiflung bringen. Papa vielleicht schon, der ist den Schlafmangel noch nicht gewohnt, bei ihm legt sie meistens noch eine Nachtschicht zwischen 02:00-03:00 ein, um zu futtern. Das macht sie bei mir auch, aber ich bekomme das kaum mit. Und sie steht eben auch mal gerne um 05:00 auf, da muss sich Papa noch ein bisschen umstellen. Was ich über die Monate aneignen musste, zB wie man Haushalt macht und kocht mit Kind auf dem Arm oder am Rockzipfel, wann man am besten aufräumt und wann man es lieber lässt, wann das Kind kooperiert und wann nicht (im Moment ändert sich das von Sekunde zu Sekunde-hallo Autonomiephase), all das lernt Papa jetzt.

Zeitsprung

Und zwar genau jetzt. Ich sitze im Flieger zum Seminar und der Rest der Bande schläft noch selig. Wieder selig. Ich musste um 04:20 aufstehen, wollte mich schnell fertig machen und dann das Kind wecken, stillen, kurz besaßen und los. Papa hat bei uns übernachtet und hat sie übernommen. Aufgestanden sind wir dann um halb drei (nicht meine Idee), haben gefrühstückt und gespielt und dann lief es wie geplant weiter. Mein Tag wird als eher lang, besonders da ich heute Abend endlich mal wieder meine Beste wiedersehe, bei ihr übernachte ich nämlich, wenn ich in Frankfurt bin. Ich gebe die Tage nochmal ein Update, wie die Stimmung nach der zweiten Nacht so ist. Ich selber bin noch ganz entspannt, freue mich auf so viel soziale Interaktion und ein schönes Glas Wein. Ich war die letzten 1,5 Jahre wirklich in einer Babyflauschblase verschwunden, das gebe ich jetzt so langsam auf, ein bisschen wehmütig, aber auch voller Vorfreude. Und müde.

Verfasst von

35, alleinstehend, mit Kinderwunsch. Da diese Kombination so ziemlich jeden Mann verschreckt, habe ich mich entschlossen, alleine ein Kind zu bekommen. Über diese Reise werde ich schreiben.

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