Vorbereitung auf meine Schwangerschaft
Verhütung absetzen, Zykluskalender führen, Folsäure nehmen: Als erklärter Listenmensch gehe ich auch das Schwangerwerden methodisch an. Meine sechs konkreten Schritte.
Falls du den vorherigen Artikel noch nicht kennst: Gedanken zum Wunschkind
Hinweis
Dieser Artikel stammt aus meinem Online-Tagebuch, das ich ab 2016 während meiner Schwangerschaft in einer Co-Elternschaft und den ersten Jahren mit Kleinkind geschrieben habe. Heute begleite ich als psychologische Beraterin Menschen, die dieselben oder ähnliche Wege gehen. Wenn du Fragen zu Co-Elternschaft, privater Samenspende oder Solomutterschaft hast, buch dir gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch.
Zur BeratungIch bin ein Listenmensch. Das ist das freundliche Wort für Kontrollfreak. Ich habe gerne den Überblick und daher ist mein Leben in Listen geordnet. So auch meine Vorbereitung auf eine Schwangerschaft. To-Do 3.0 könnte man sagen, denn heutzutage gibt es für alles Apps. Vom Eisprung über Finanzen, Ziele, Schritte und Kalorien, bei mir wird alles gezählt, vorbereitet, kategorisiert. Ich fühle mich dadurch sicherer im Leben und kompensiere die Unregelmäßigkeit, die meine Arbeit verursacht. Heute hier, morgen da, aber am liebsten stehe ich jeden Tag zur gleichen Zeit auf, absolviere meine Morgenroutine und beginne den Tag.
Sicher ist diese Methode nicht für jeden gemacht. Wer lieber die ‚ was kommt, das kommt‘ Methode anwenden möchte, der wird diesen Artikel nicht mögen. Ich wünschte mir manchmal auch, ich wäre entspannter und könnte das Leben einfach so nehmen wie es kommt. Da bei mir im Moment aber alles auf eine geplante Schwangerschaft rausläuft, kann man sich ja mal vorbereiten.
An dem Tag als mein Exfreund mir sagte, dass er keine Kinder möchte, habe ich die Verhütung abgesetzt. Schon damals war mir sofort klar, dass ich ab jetzt von Traummann zu Babyprojekt umschalte. Und es gibt ja wirklich ein paar Dinge, die man besser jetzt als später anfängt.
Mögliche Vorbereitung
Verhütung frühzeitig absetzen. Der Körper braucht Zeit, um einen normalen Zyklus einzupendeln. Man kann aber auch im nächsten Monat schon schwanger sein, also lieber Kondome benutzen, bis ihr so weit seid.
Zykluskalender führen, am besten mit allem drum und dran. Je länger man seinen Körper so genau kennt, desto eher weiß man, was sich so tut. Mehr dazu in meinem Artikel über NFP.
Folsäure nehmen. Je eher, desto besser. Reine Folsäure ist schwer zu finden, meistens sind es Kombipräparate. Frag am besten deine Ärztin, was sie empfiehlt.
Zigaretten, Alkohol und Koffein reduzieren. Die ersten beiden sehe ich komplett ein, der Kaffee bleibt aber!
Gesund ernähren. Klingt banal, hilft aber bei eigentlich allem.
Sport machen. Jeder Muskel extra macht dich gesünder, fitter, fruchtbarer.
Diesen kleinen Tricks sind hoffentlich eine gute Vorbereitung auf meine Schwangerschaft. Hoffe ich zumindest. Ob man noch mehr machen kann? Moment, ich schaue mal schnell…
Jetzt brauche ich erstmal einen Co-Vater, damit ich auch schwanger werden kann. Wie es weitergeht, liest du hier: Wie ich meinen Co-Vater gefunden habe

Meine Geschichte
Du liest gerade mittendrin. Wenn du meinen ganzen Weg zur Co-Elternschaft von Anfang an begleiten willst, startest du am besten hier.
Zum Anfang der Geschichte
Jennifer Sutholt
Jennifer Sutholt ist psychologische Beraterin mit Schwerpunkt Co-Elternschaft, private Samenspende und alternative Familienmodelle. Sie lebt seit zehn Jahren selbst in einer Co-Elternschaft und begleitet Menschen seit acht Jahren auf dem Weg zu ihrem Wunschkind.
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Irgendwie fand ich deine Herangehensweise bisher etwas zweifelhaft und habe mit einer hochgezogenen Augenbraue gelesen. Aber mit „Muss man ja kaum sagen, aber Zigaretten, Alkohol und Koffein sind nicht fruchtbarkeitsfördernd. Als Minigelegenheitsraucher fiel mir das nicht schwer, Alkohol lasse ich sofort weg, wenn es ans Eingemachte geht und wenn mir jemand meinen Kaffee wegnehmen will, beisse ich ihn in die Hand. Alles hat Grenzen!“hast du mich gekriegt 😀 Sehr sympathisch! Falls du mal mit einer Ganz-Alleinerziehenden reden möchtest, über ähnliche Ängste, melde dich 😉
Der Kaffee-Satz hat auch mein Herz erobert! Und: auch ich als erklärte Chaos-Mama habe früh Folsäure genommen. Ist wirklich zu empfehlen.
Danke schön! Es ist wirklich nicht einfach, bei einer so geplanten Sache nicht mit einer To Do Liste dazustehen. Geht zumindest mir so. Entspannt bleiben ist sicherlich das beste, ist aber genauso wie jetzt nicht an einen rosa Elefanten zu denken.
Also ich hätte mich ja auch eher in die Kategorie „Chaos-Mama“ eingeordnet, habe das aber auch alles gemacht und noch mehr. Ich habe ein Jahre vorher meinen Impfstatus gecheckt und aufgefrischt, ein Blutbild und die Gesundenuntersuchung gemacht, sowie zweimal bei der Zahnärztin gewesen. Entzündungen im Zahnfleisch können verschiedenste Prozesse im Körper beeinträchtigen, daher war mir das wichtig.
Liebe Katharina,
Die Zähne sind sehr wichtig, das stimmt. Ich habe in der Schwangerschaft alles kontrollieren lassen, die kam ja bei mir sehr plötzlich.