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Von der Co-Elternschaft zur Solomutterschaft: Warum sich dein Weg zum Wunschkind verändern darf

Co-Elternschaft zur Solomutterschaft, Frauenhände mit Farbspektrum

Hinweis in eigener Sache: Ich verlinke in diesem Beitrag auf Inhalte und Produkte von mir, daher kennzeichne ich das als Werbung.

Viele Frauen beginnen ihre Kinderwunschreise mit einem klaren Plan A: einer romantischen Partnerschaft und der klassischen Mutter-Vater-Kind-Familie. Wenn dieses Modell jedoch nicht zustande kommt, meist, weil keine romantische Partnerperson gefunden wurde, entsteht oft erst das Gefühl von Verlust eines Traumes, vielleicht sogar Verzweiflung. Und dann rückt bei vielen die Idee eines alternativen Familienmodell in den Fokus.
Für viele ist das zunächst die Co-Elternschaft, ein Modell, das der Kleinfamilie ähnelt und gleichzeitig eine klare Trennung von Partnerschaft und Elternschaft ermöglicht.

Mit der Zeit zeigt sich jedoch, dass dieser Weg nicht für alle funktioniert. Der Übergang von der Co-Elternschaft zur Solomutterschaft ist deshalb kein Ausnahmefall, sondern oft ein natürlicher Prozess, der bei vielen Frauen stattfindet.

Warum viele zuerst eine Co-Elternschaft suchen

Eine Co-Elternschaft wirkt wie ein logischer Plan B: zwei Erwachsene, gemeinsame Verantwortung, Imitation der klassischen hetero-normativen Nuklearfamilie. Das Familienmodell ist greifbar, scheinbar für das Kind die beste Lösung und vermittelt durch seine Nähe zur „Norm“ Sicherheit.

Typische Gründe für diesen Einstieg:

  • Co-Elternschaft fühlt sich vertraut an, weil sie je nach Verteilung der Betreuung der Kleinfamilie stark ähnelt.
  • Die Rolle der Eltern scheint genauso, wie unsere Sozialisierung es vorgibt.
  • Verantwortung kann geteilt werden.
  • Der Weg erscheint weniger „radikal“ als Solomutterschaft.

Viele Frauen beginnen deshalb mit einer Vorstellung von 50/50-Betreuung oder einem sehr engagierten Co-Vater.

Wenn die Realität der Co-ElternSuche den Weg verändert

In der Praxis entsteht jedoch oft schnell Ernüchterung. Beim Kennenlernen möglicher Co-Väter wird schnell klar, dass die Umsetzung deutlich komplexer ist, als es im ersten Moment erscheinen mag.

Häufige Veränderungen auf dem Weg:

  • Es ist fast genauso schwer, einen verlässlichen Co-Vater zu finden, wie einen romantischen Partner.
  • Im Kennenlernprozess passen Werte und grundsätzliche Vorstellungen nicht zusammen.
  • Die gefühlte Sicherheit, die eine romantische Verbindung gibt, fehlt.
  • Die Erwartungen an Betreuung, Wohnungssituation, Beziehung untereinander, Finanzen usw. klaffen auseinander.

Je länger die erfolglose Suche dauert, desto weiter wird die Beteiligung reduziert: 50/50 zu 80/20 zu „einmal im Monat“. Immer mehr Kompromisse werden eingegangen, trotzdem passt es, vielleicht auch vom Bauchgefühl her, nicht. Auf das Bauchgefühl sollte übrigens immer gehört werden.

Je weiter eine Frau von ihrem eigentlichen Modell abkommt, desto eher stellt sich irgendwann die entscheidende Frage: „Wenn der Vater nur minimal beteiligt wäre, brauche ich dafür wirklich eine Co-Elternschaft?“

Für viele entsteht hier der Wechsel zur Solomutterschaft. Wenn du merkst, deine Ideen zum Familienmodell ändern sich oder du möchtest dir generell alle Wege anschauen und mit anderen beleuchten, dann melde dich für unser Vernetzunsgtreffen Mittagsaustausch: Wege der Solomutterschaft an:

Mittagsaustausch Solomutterschaft, Frauen am Tisch im Gespräch

Vergleiche die gängigsten Wege der Solomutterschaft

Warum Solomutterschaft dann nicht nur Plan C ist

Die Solomutterschaft nach Samenbankspende ist nicht die „Notlösung“, sondern ein eigenständiger, gleichwertiger Weg zur Elternschaft ohne romantische Partnerschaft. Sie hat nur mit dem Konzept der Mutter-Vater-Kind-Familie nicht mehr viel zu tun.

Die Loslösung von klassischen Familienstrukturen, die oft Vaterzentriert und von patriarchalen Merkmalen geprägt sind, sollte vor Umsetzung des Modells erfolgen, damit im Nachhinein kein Bereuen entsteht. Wie das aussehen kann, liest du in dem Zeitungsartikel „Solomutter: Zwischen Last und Liebe“. Er beschreibt sehr gut, wie unglücklich es eine Solomutter machen kann, wenn sie selber der Überzeugung ist, dass ihrem Kind eine Vaterfigur fehlt.

Die meisten Frauen entscheiden sich allerdings weitestgehend gut reflektiert und aus folgenden Gründen für eine Solomutterschaft:

  • Sie möchten Verantwortung klar definieren und nicht aufteilen.
  • Sie wollen rechtliche Sicherheit.
  • Sie vertrauen ihrer eigenen Fähigkeit, ein Kind alleine großzuziehen.
  • Sie möchten eine klare Struktur ohne Kompromisse.
  • Für sie ist die Ein-Elternfamilie genauso eine komplette Familie wie jedes andere Familienmodell auch.

Die Solomutterschaft kann über die Samenbank erreicht werden oder per privater Samenspende. Diese wiederum liegt auf dem Spektrum der Solomutterschaft zwischen Co-Elternschaft mit aktiver Beteiligung und rechtlich sicherer Solomutterschaft nach Samenbankspende. Mehr zu diesem Spektrum ist im passenden Artikel zu finden: „Spektrum der Solomutterschaft“. Mehr Informationen zu den Risiken der privaten Samenspende liegen hinter dem Link im nächsten Absatz.

Der Weg zum wunschkind ist ein Prozess, kein festgelegter Plan

Ein Kinderwunsch ohne Partner*in verläuft selten linear. Die meisten bewegen sich zwischen verschiedenen Modellen:

Diese wechselnde Präferenz der Familienmodelle ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein natürlicher Teil der Entscheidungsfindung. Jeder neue Input kann und soll die Entscheidung verändern. Jede Frau soll ganz klar wissen:

Dein Weg darf sich verändern.
Du darfst ihn anpassen.
Und du darfst ihn so gestalten, wie er zu dir passt.

Warum die Vorbereitung einen großteil des Weges identisch bleibt

Egal ob Co-Elternschaft oder Solomutterschaft oder ein Weg dazwischen:
Die Grundstruktur der Vorbereitung bleibt bis zur eindeutigen Entscheidung für ein Familienmodell grundsätzlich erstmal gleich. Jede Frau sollte die folgenden Punkte für sich geklärt haben:

  • finanzielle Vorbereitung
  • rechtliche Orientierung
  • medizinische Schritte & Fertilitätsdiagnostik
  • emotionale Stabilität
  • realistische Bewertung von Betreuungsmodellen und eigenen Möglichkeiten
  • Umfeld, Familie, Kita, Wohnsituation
  • Unterstützungssysteme
  • Risikoabwägung der einzelnen Modelle.

Eine fundierte Vorbereitung ist in allen Fällen notwendig und deshalb ist es absolut sinnvoll, die Vorbereitung auf alle Wege so lange parallel laufen zu lassen, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Warum parallel arbeiten sinnvoll sein kann

Viele Frauen glauben, sie müssten sich früh entscheiden, aber das stimmt nicht generell. Modelle, die gar nicht passen, sollten ausgeschlossen werden, alle anderen dürfen parallel vorbereitet werden. Welche Modelle am besten passen, kann anhand der Checkliste Familienmodelle herausgefunden werden:

Checkliste Familienmodelle Cover, Checkliste mit Stiften und Inhaltsverzeichnis

Checkliste Familienmodelle

Wenn du ganz am Anfang deiner Kinderwunsch Recherche bist und dich noch nicht für ein Familienmodell entschieden hast, nutze diese Checkliste, um das für dich passende Modell zu finden.

Es ist möglich:

  • nach einem Co-Vater zu suchen.
  • gleichzeitig einen Kliniktermin zu vereinbaren.
  • finanzielle Sicherheit aufzubauen.
  • sich mental mit allen Wegen zu beschäftigen.
  • konkrete Szenarien für alle Familienmodelle durchzuspielen.

Es ist sogar richtig clever, parallel zu arbeiten, wenn Zeitdruck aufgrund des Alters entsteht. Erst, wenn genügend Informationen, Erfahrungen und innere Klarheit gesammelt wurden, wird dann die konkrete Entscheidung getroffen. Bis dahin ist viel weniger Zeit verloren gegangen, als wenn sich erst auf ein Modell festgelegt wird und dann doch noch gewechselt werden muss, weil es doch nicht in die eigene Lebensrealität passt oder kein Co-Elternteil gefunden wurde.

Fazit: Von der Co-Elternschaft zur Solomutterschaft ist normal

Der Übergang von der Co-Elternschaft zur Solomutterschaft ist ein normaler Prozess. Er kann eine Weiterentwicklung der Bedürfnisse, der Lebenssituation und der Grenzen jeder Frau sein.

Liebe Leserin:

Du musst nicht von Anfang an wissen, wie deine Familie aussehen wird.
Du darfst herausfinden, was wirklich zu dir passt.
Und du darfst den Weg wählen, der dir Sicherheit, Selbstbestimmung und ein gutes Gefühl gibt.

Co-Elternschaft und Solomutterschaft sind zwar unterschiedlich, aber sie sind trotzdem Punkte auf demselben Spektrum alternativer Familienmodelle.

Wenn du das Gefühl hast, dass du zwischen den verschiedenen Modellen und den ganzen Informationen dazu verloren bist, dann such dir Unterstützung. Entweder nutzt du meinen Artikel: Unerfüllter Kinderwunsch? Mit diesen 5 Schritten kommst du ins Handeln“ als nächsten Schritt oder du buchst eine Beratung bei mir, dann finden wir gemeinsam deinen Weg. In einem kostenlosen Kennenlerngespräch können wir sehen, ob und wie ich dich unterstützen kann.

Verläuft dein Weg zum Wunschkind geradlinig? Oder kurvst du von einem Modell zum nächsten? Berichte uns von deinen Hindernissen und Learnings.

Unterschrift Jennifer Sutholt

Übrigens ist Vernetzung der nächste Schritt, wenn du dir unsicher bist, welches Familienmodell für dich am besten funktionieren könnte. Such dir hier die passende Gruppe heraus und hör dir die Erfahrungen, Tipps und Lebenswege von Personen an, die in einer ähnlichen Situation sind.

Vernetzung Co-Elternschaft, Solomutterschaft

Vernetzung

Tritt mit anderen Personen in einer Co-Elternschaft oder Solomutterschaft, in Vorbereitung oder mit Interesse an diesen Familienmodellen in Verbindung. Stelle deine Fragen, suche einen Co-Elternteil und profitiere von den Erfahrungen der anderen.


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