Erster Kontakt mit Co-Parenting

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Vor ein paar Tagen habe ich die Kollegin kennengelernt, die mir ein ganz anderes Familienkonzept vorgestellt hat. Die Co-Elternschaft oder neudeutsch Co-Parenting.

Klingt erstmal irgendwie nüchtern, ist aber ein sehr aufgeladenes Thema. Ich habe mich sofort an die Recherche gemacht. Es gibt diverse Websites, eine einfache Google Suche lässt einen alles finden, was man niemals wissen wollte. Meine beste Freundin und ich haben Tränen gelacht. Manche Anzeigen sind aber auch wirklich kaum zu glauben. Um niemanden in Verlegenheit zu bringen, ist folgende frei erfunden, aber Realitätsnah, inklusive Rechtschreibfehler.

Lustige Recherche zum Co-Parenting

„Junger Mann, 22, gutaussehend, mit freundlichen, umgänglichen Charakter möchte grade ältere Frauen ohne Partner unterstützen bei der Reise zum Traumkind. Ich habe bereits 3 Kinder, alle niedlich geworden, Bilder vorhanden. Als Aufwandsentschädigung möchte ich die Anreise bezahlt haben, ansonsten tue ich es nur um mein Karma aufzupolieren. Kontakt kann bei Wunsch gerne gehalten werden.“

Nun frage ich mich doch wirklich nach der Motivation dieses Mannes? Ich möchte gerne glauben, dass heroische junge Männer nur deshalb ihr Sperma spenden um !?älteren?! Frauen aus ihrer Verzweiflung zu helfen, aber irgendwie scheint mir dieser Prozentsatz doch deutlich unter 100 zu liegen. Irgendwie ist das komisch, oder? Außerdem suche ich ja jemand, er das Kind mit mir zusammen aufzieht, das wird sicher nochmal schwieriger.

Zusätzlich bewegt man sich hier auf schwammigem Gebiet. Rechtlich ist zwar genau festgelegt, wer Mutter und Vater sind, alle Arten von nicht-klassischen Familienkonstellationen sollten aber gut durchdacht und vertraglich festgelegt werden, besonders wenn man den Spender nicht näher kennt. Die Seite Co-Eltern.de informiert über deutsches Recht, Möglichkeiten im In-und Ausland und hält auch gleich Anzeigen bereit. Aber irgendwie stellt sich bei mir kein gutes Gefühl ein. Schöner ist die Seite von Christine Wagner familyship.org. Sie lebt ebenfalls das Co-Parenting, das gibt gleich ein besseres Gefühl. Dort findet man vielleicht eher Gleichgesinnte.

Co-Parenting hinterlässt ein komisches Gefühl

Bei mir hinterlassen diese Eindrücke erstmal ein komisches Gefühl. Ein Kind mit einem Fremden? Klingt erstmal sehr befremdlich. Für jeden wahrscheinlich. Aber kein Grund, das aufzugeben, denn wie bereits erwähnt, hatte meine Kollegin ja auch gleich einen potentiellen Co-Vater parat. Das sagt mir schon eher zu, jemand, der zumindest irgendwie schon durch eine persönliche Auswahl gegangen ist. Gut, die Kollegin ist nicht meine beste Freundin, aber immerhin eine Bekannte und ihr Kumpel ist ein Kollege von uns beiden, das ist ja schonmal eine Menge Vorauswahl.

Am besten treffe ich mich erstmal mit ihm, um zu sehen, wie das so ist. Probieren schade ja nicht und wer weiß, nach einer persönlichen Erfahrung sieht man die Sache vielleicht ganz anders.

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Ein Kommentar zu „Erster Kontakt mit Co-Parenting

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