Beschäftigungsverbot

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Diagnose schwanger

Da mein Berufsstand ab ‚Diagnose‘ Schwangerschaft sofort in ein Beschäftigungsverbot geht, spazierte ich mit meinem 16 Tage alten Zellklümpchen zum Frauenarzt. Dass die Heiminsemination beim ersten Versuch geklappt hat, können wir noch kaum glauben. Da die Frauenärztin etwas weniger aufgeregt war als ich, wurde nur zum Beweis Blut abgenommen und ich weggeschickt. ‚Wir warten noch bis zur 8. Woche mit einem Ultraschall, Frau Sutholt, dann sieht man schon einen Herzschlag‘

Endlich mal wieder warten, yeah. Schwanger sein besteht tatsächlich hauptsächlich aus warten, stellte ich schnell fest. Besonders wenn man unbeschäftigt zu Hause sitzt, wird man schnell irre. Also ich. 3 Wochen lang habe ich mich wirklich gefreut -Uuuuurlaubsgefühl- dann wurde mir schon langweilig. So ein Beschäftigungsverbot kann auch eine Bürde sein.

Spätestens als ich meine 147. To Do Liste fertig hatte, inklusive Wochenbettvorbereitung, und alle Babyutensilien ausgesucht hatte, war mir klar, ich brauche Beschäftigung. Ich arbeite jetzt im 6. Monat immer noch Listen aus dieser ersten Zeit ab. Ein Nebenjob war schnell gefunden, ich verkaufe jetzt Frozen Yoghurt. Zum Glück mag mein Baby am liebsten Pizza, Burger und Fettiges, sonst würde ich hinter der Süßigkeitentheke schon feststecken.

Erster Ultraschall

Nach 2 Wochen ist es aber endlich soweit, der erste Ultraschall war wirklich wunderbar, das Warten hat sich gelohnt, man erkennt ein Gummibärchen mit schlagendem Herz  und ich war sehr gerührt. Der Co-Papa ist fast ausgeflippt vor Freude über die Bilder und die Bestätigung einer intakten Schwangerschaft. Erkannt hat er aber sicher auch nichts 😉 Dabei sein durfte er beim ersten Ultraschall allerdings nicht, da noch vaginal geschallt wird und ich das als eher unwürdig empfinden würde, dazu Gäste einzuladen. Selbst einen Partner hätte ich wohl nicht mitgenommen, machen die meisten Frauen auch eher nicht.

Dabei sein durfte er dann bei der Feindiagnostik, die spendiert die Krankenkasse, denn juhu, ich bin risikoschwanger. Ja, mit 35 ist man offiziell eine alte Schwangere, wobei diese Definition aus dem Jahr 1962 kommt, man sollte sich also nicht zu viele Sorgen machen. Das statistisches Alter einer Erstgebärenden in Deutschland liegt mittlerweile bei ungefähr 31 Jahren, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam.

Beschäftigungsverbot – Fluch und Segen

Meistens freue ich mich sehr, dass ich meine Schwangerschaft zu Hause genießen kann. Ich muss mich nicht ins Büro schleppen, kann machen was ich will. Ein Geschenk! Man hat aber auch viel Zeit. Sehr viel Zeit. Zum Geld ausgeben zum Beispiel. Oder sich Sorgen machen. Dafür bin ich nicht wirklich der Typ, aber ich kann mir vorstellen, dass viele Schwangere sich über Abwechslung freuen, man landet ja schnell in einem Gedankenkarussell, besonders, wenn man zu viel Zeit hat.

Außerdem bekommt man das latente Gefühl, doch irgendwie krank zu sein. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, wenn es einem gut geht, kann man so ziemlich alles mache außer vielleicht Fallschirmspringen. Oder eben als Flugbegleiter arbeiten. Das liegt übrigens nicht dann, dass das Fliegen oder die Strahlung dem Embryo schaden, sondern daran, dass der Arbeitgeber in Deutschland sehr strenge Auflagen für Schwangere bekommt. Die kann eine Airline nicht erfüllen und deshalb bleiben wir zu Hause. Als Passagier darf man aber ziemlich lange bedenkenlos fliegen, solange der Frauenarzt nichts dagegen hat.

Ich habe mir wie gesagt einen Nebenjob gesucht, so bleibe ich beschäftigt.

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Verfasst von

35, alleinstehend, mit Kinderwunsch. Da diese Kombination so ziemlich jeden Mann verschreckt, habe ich mich entschlossen, alleine ein Kind zu bekommen. Über diese Reise werde ich schreiben.

Ein Kommentar zu „Beschäftigungsverbot

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