Die Auswahl des Samenspenders – Solomama Teil drei

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Kooperation mit SellmerDiers

An Annabelles Weg hat mich besonders die Auswahl des Samenspenders interessiert. Daran bin ich nämlich damals gescheitert. Ein Spenderkind mit gekauften Sperma war nicht mein Weg. Aber damals gab es tatsächlich auch so wenig schön aufbereitete Erfahrungsberichte. Heute ist das anders. Annabelle hat alle ihre Informationen bei Hanna auf solomamapluseins.de gefunden.

Aber wie wählst du nun einen Spender aus? Die Samenbank, bei der ich damals gelandet bin, keine Ahnung welche, lies sich jedes Detail des Spenders extra bezahlen. Sperma kostet 200€, wenn ich dann aber Haarfarbe, Augenfarbe etc wissen wollte, kostete das extra. Am Ende war ich bei über 3000€, da ich natürlich auch wollte, dass das Kind den Spender später kennenlernen kann. Wie das auch anders geht, liest du weiter unten im Text.

Annabelles Auswahl des Samenspenders

Das Kennenlernen des Spenders war auch Annabelle am wichtigsten. ID-Release heisst das auf Neudeutsch. Es bedeutet, dass der Spender bereit ist, das Kind mit 18 kennenzulernen. Das ist vielen Solomamas wichtig, damit ihr Kind die Möglichkeit hat, zu sehen, wo es her kommt. Es gibt viele Geschichten von Spenderkindern, die sehr unter der Tatsache litten, dass sie nicht die Wahrheit gesagt bekamen und als es dann doch rauskam, der Spender entweder nicht zu finden oder schon verstorben war. Die kennt Annabelle natürlich auch. Und möchte deshalb mit ihrem Kind so transparent sein wie möglich. Die neue Generation Solomamas geht zum Glück sehr offen mit der Herkunft um.

Medizinisch musste Annabelle auf nichts achten, es gibt keine Erkrankungen oder genetischen Defekte in ihrer Familie. Auf welche äußerlichen Kriterien hat sie bei der Auswahl des Samenspenders Wert gelegt? Annabelle hat bereits eine Tochter, Finja. Also hat sie den Spender nach der Ähnlichkeit zu Finja Vater ausgesucht, in der Hoffnung, dass sich die beiden Kinder dann ähnlich sehen werden.

Die Gene

Manche Solomamas nehmen einen Mann, der ihnen selber ähnlich sieht, damit das Kind hoffentlich ihnen ähnlich wird. Andere nehmen einen Spender mit gegensätzlichen äußeren Merkmalen, um genetische Variation zu haben. Die Genetik spielt allerdings ihr eigenes Spiel. Ich kenne eine Solomama, deren Kind ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Wahnsinn! Mein Kind zum Beispiel sieht aus wie der Vater, zumindest als Baby und Kleinkind. Sie kam raus und es war klar, hier wird niemals ein Vaterschaftstest benötigt werden. Jetzt mit 4 wird sie mir immer ähnlicher. Gene sind unberechenbar!

Ein weiterer Ansatz ist es, nach dem eigenen Beuteschema zu gehen, in der Hoffnung, dass es dann genetisch passt. Die Natur denkt sich schließlich etwas bei unserem Geschmack. Wieder andere Frauen suchen den Spender aus wie einen Partner sprich, hat er die gleichen Interessen wie ich, mag er auch klassische Musik oder Hockey. Du siehst, die Ansätze sind sehr unterschiedlich.

Generelle Auswahlkriterien

In diesem sehr ausführlichen Artikel zur Spenderauswahl findest du alle Infos, wie du dich am besten für einen Spender entscheidest. Dass MOT auch eine Rolle spielt, habe ich auch erst hier gelernt. Die Sache ist aber wirklich individuell, also besprich dich am besten mit deiner Ärztin, auf welche medizinischen Aspekte du ggf. Rücksicht nehmen musst. In Hannas FAQs findest du so ziemlich jede Frage beantwortet. So hat sie ihren Spender ausgewählt:

Welcher Spender hat schon ein Kind gezeugt? Dieser Punkt war mir wichtig, damit ich sichergehen konnte, dass es auch bei mir klappen könnte.

Körpergröße: Da ich selbst ziemlich klein bin (1,55m) wollte ich einen Spender, der zu mir passen würde, also weder einen Riesen noch einen Zwerg.

Gesundheit: Anfangs hatte ich mich so sehr aufs Aussehen des potentiellen Spenders fokussiert, dass ich der Krankengeschichte gar keine Beachtung geschenkt habe. Bis ich gemerkt habe, dass alle Spender, die in die engere Auswahl kamen, mit diversen Krankheiten (sie selbst bzw. dessen Familien) zu kämpfen hatten, die entweder auch bei uns in der Familie dominieren (z.B. verschiedene Krebsarten) oder die ich einfach nicht vererben möchte (z.B. gab es einen Spender mit neuronalen Problemen, einen mit einer Form der körperlichen Einschränkung).

Aussehen: Von den gesündesten Spendern habe ich dann denjenigen ausgewählt, der mir optisch, von seiner Beschreibung und dem persönlichen Interview am sympathischsten war. Und bei dem es – ganz oberflächlich – keine Glatze im familiären Umfeld gab.

CMV-Status: Was übrigens auch nicht ganz unwichtig ist, ist der CMV-Status des Spenders, falls du selbst CMV-negativ bist. Schön erklärt ist z.B. auf dieser Seite, warum das Cytomegalovirus so wichtig beim Kinderwunsch ist. Wenn du aber CMV-positiv bist, darfst du auch einen CMV-negativen Spender nehmen, und dann ist der Status des Mannes völlig egal.

https://www.solomamapluseins.de/faq-fragen-meiner-leserinnen-samenspende-samenbank-co-eltern-iui-daenemark-berlin/

Die Samenbank SellmerDiers

Aber wie genau sieht die Auswahl des Samenspenders bei einer Samenbank aus? Was beachtet die Bank selber bei der Auswahl? Welche Kriterien kannst du aussuchen? Um das herauszufinden, habe ich mich an die Samenbank gewandt, die Annabelle genutzt hat. SellmerDiers ist eine der wenigen Samenbanken, die noch nach Deutschland an einen Privathaushalt liefern. Ausgesucht hat Annabelle die Samenbank natürlich in Hannas hervorragend recherchiertem Artikel Samenbanken für Singles. SellmerDiers wird von zwei Frauen geführt, Anette Sellmer und Liza Diers, beide mit viel Erfahrung in ihren Fruchtbarkeitskliniken in Kopenhagen und Aarhus. Frau Diers ist sogar selber mittels Samenspender schwanger geworden. Das machte diese Samenbank für Annabelle sympathisch. Außerdem bieten sie das Spendersperma sehr viel günstiger an als andere Samenbanken. Warum erklären sie am besten selber:

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Was Annabelle noch besonders wichtig war, ist die Tatsache, dass die offenen Spender bei SellmerDiers nur 25 Kinder zeugen dürfen. Es gibt ihr ein gutes Gefühl, wenn das eigene Kind nicht hunderte Geschwister hat.

Ein Blick hinter die Kulissen

Aber wie gehst du nun genau vor? Wie bei allen Samenbanken musst du auch bei SellmerDiers erstmal ein Profil anlegen, um dich umzuschauen. Nachdem ich mit der sehr netten Dame auf Instagram geschrieben habe, hat sie sich bereit erklärt, mir und dir einen Einblick zu geben. So kannst du kurz reinschnuppern und dich orientieren, ohne gleich ein Profil erstellen zu müssen.

Wie sucht SellmerDiers die Spender aus?

Bei SellmerDiers wirkt alles sehr familiär, so zumindest mein Eindruck. Es scheint, als wären die meisten Männer ist zu Spendern geworden, weil sie anderen wirklich helfen wollen. Viele von ihnen sind zusätzlich auch Blutspender. Fast alle sind dänische Hochschulstudenten oder haben bereits Karriere gemacht. Auf Sport, Kunst oder Musik wird auch Wert gelegt. Das sind Angaben, mit denen sich Frauen identifizieren können und zum Teil wählen sie auch anhand von Interessen oder Hobbies den Spende aus. SellmerDiers gehört zu den wenigen Spermabanken der Welt, die weltweit maximal 25 Familien pro Spender festlegen. Es ist ihnen besonders wichtig, dass die Spender mit ID-Freigabe ihre Spenderkinder mit 18 kennenlernen können und wollen.

Schließlich werden alle Spender sorgfältig ausgewählt, gescreent und medizinisch getestet. Die Standards für Tests auf Infektionskrankheiten und genetische Krankheiten übertreffen die Vorschriften des dänischen Gesundheitsamtes und die EU-Richtlinien. Die Labore und Verfahren sind von der dänischen Patientensicherheitsbehörde lizenziert.

Wie sieht das auf der Website aus?

Auf der Website von SellmerDiers findest du unter „Spendersuche“ eine Übersicht aller verfügbaren Spender. Hier siehst du eine kurze anonymisierte Karte jedes Spenders, auf der angegeben ist, ob es sich bei dem Spender um eine ID-Freigabe handelt oder nicht, sowie grundlegende Informationen zu Größe, Gewicht, Augenfarbe, Haarfarbe, Bildung und Verfügbarkeit.

Auswahl des Samenspenders,SellmerDiers,planningmathilda

Wenn du schon genau weißt, wen du genau suchst, kannst du die Kriterien weiter einkreisen.

Warum ein Profil erstellen?

Um ausführliche Details und Babybilder zu sehen und um die Eindrücke des Personals und die Antworten des Spenders auf Fragen zu seiner Persönlichkeit zu lesen, musst du ein persönliches Profil erstellen. Es ist ganz einfach und unverbindlich, nur eine E-Mail und ein Passwort sind erforderlich. Wenn du das gemacht hast, siehst du die folgenden Informationen über den Spender:

  • Babybilder
  • Handgeschriebener Spenderbrief
  • Promi-Look-a-Like von SellmerDiers
  • Kurze Beschreibung
  • ausführlicher „Mitarbeiter-Eindruck“, also
  • Grund, Spender zu sein
  • Erweitertes Profil


Im erweiterten Profil im PDF-Format werden alle oben genannten Informationen zusammen mit den eigenen Antworten des Spenders auf Fragen zu seiner Persönlichkeit, seinen Stärken und Schwächen gesammelt. Außerdem erfährst du seine Interessen, den Lieblingssport, Details aus seiner Kindheit, seine Träume, etwas über seine Familie, seine kreativen Fähigkeiten, Lieblingsfilme und vieles mehr. Darüber hinaus findest du im erweiterten Profil den Stammbaum des Spenders und detaillierte Gesichtszüge. Du bekommst außerdem Babybilder, so wie im Beitragsbild. Das bin allerdings ich selber, ein anderes Foto hatte ich nicht zur Hand.

SellmerDiers auf Instagram

Besonders gelungen finde ich den Auftritt der Samenbank auf Instagram. Da zeigen sie nicht nur die Kurzprofile der Spender und sagen Bescheid, wenn ein neuer Spender dazukommt, es gibt auch ziemlich viele gut verständliche Infos zum Transport, zu den verschiedenen Inseminationsmethoden und vieles mehr. Es lohnt sich auf jeden Fall, ihnen auch hier zu folgen. Ich habe sie auch einfach angeschrieben, die Antwort kam wirklich schnell. Annabelle hat gefühlt 120 Emails mit ihren Fragen geduldig beantwortet bekommen, bevor sie dann bestellt hat.

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10% Rabatt für dich!

Und das Beste zum Schluss! Wenn du bis 31.12.2020 bei SellmerDiers bestellst, dann bekommst du mit dem Code planningmathilda 10% Rabatt auf deine Bestellung! Bei 1800€ kann sich das schon sehen lassen. Annabelle war ganz schön sauer, als sie das gehört hat. Wenn November/Dezember kein guter Monat zum schwanger werden für dich ist, kannst du sogar die Halme deines bevorzugten Spender kaufen und aufbewahren lassen, damit diese für die zukünftige Verwendung noch zu haben sind. Wie das genau geht, liest du im passenden Blogbeitrag von SellmerDiers. Gleich mehrere Halme zu kaufen empfiehlt auch Hanna, denn wenn es beim ersten Mal nicht klappt, du aber unbedingt die deiner Auswahl desSamenspenders bleiben möchtest, dann ist es sinnvoll, gleich etwas in der Hinterhand zu haben.

Wenn du Fragen zu der Rabattaktion hast, melde dich gerne direkt bei SellmerDiers, die netten Damen vom Kundenservice helfen dir gerne weiter.

Du hast Fragen an Annabelle? Dann stell sie mir per email, hier als Kommentar oder in den sozialen Netzwerken. Wenn du keinen Artikel über Annabelle und ihren Weg zum Wunschkind verpassen möchtest, abonniere am besten meinen Blog hier rechts, dann bekommst du eine email, wenn ein neuer Beitrag online geht.

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